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AW: Kontrolle und Spin
Ich hatte nach Wiedereinstieg erstmal auf Tensoren gesetzt. Sehr weiche Tensoren, weil die angeblich sehr kontrolliert sind. Bin aber speziell im Passivspiel schlecht damit klar gekommen und habe umgestellt auf Klassik- Beläge. Der Hikari auf meiner Rückhand ist ein hervorragender Kontrollbelag. Sehr harter Schwamm, aber weicheres Obergummi. Man kann wahnsinnig präzise damit spielen. Der Belag ist relativ unempfindlich gegenüber gegnerischem Schnitt, produziert selbst aber sehr viel Schnitt. Nach 1,5 Jahren, die ich den Belag jetzt auf dem Schläger habe (sehr haltbar) hat er immer noch mehr Effet, als mein Mark V nach 0,5 Jahren auf der VH. Blocken ist damit gigantisch gut, selbst wenn der Gegner voll durchrohrt, bekommt man ihn relativ sicher rüber, das Trefferfenster ist recht groß. Aufschlagannahme durch die Schnittunempfindlichkeit sehr sicher, Schupfen, gerade auch kurz ablegen, durch den nicht vorhandenen Katapult sehr leicht zu spielen. Ich mag das sehr direkte Anschlagsgefühl. Der Belag ist recht langsam, was speziell bei Topspins aus dem Halbfeld ein Problem ist. Man kann mit der RH aber einen schön spinnigen Eröffnungstopspin spielen und ein Schuss ist eh meist schnell genug.
Man kann den Belag sehr aktiv spielen und z.B. beim Blocken voll dagegen gehen. Auch schnelle, lange Schupfbälle sind gut machbar. Insgesamt ein Traumbelag für eine sichere Rückhand. Auf der VH- Seite mögen es viele eher etwas weicher. Den Hikari gibt es auch mit weichem Schwamm. Der hat in Verbindung mit meinem Holz aber nicht ganz so gut funktioniert. Die Bälle gingen mir etwas zu hoch aus dem Schläger raus. Da war der Mark V für mich noch angenehmer. Für Dich aber evtl. ebenfalls ein Versuch Wert. Der nennt sich dann Armstrong Hikari SR7 40°.
Der Hikari ist nicht ganz billig, aber sehr haltbar. Im Moment ist er sogar irgendwo im Angebot.
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SL Tiger 1.8 / Andro TemperTech ALL+ / Armstrong Hikari SR7 55° 2.1
"If you open your mind too much, your brain will fall out" (Tim Minchin)
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