Zitat:
Zitat von JoKo
Ich merke sehr wohl, wenn jemand in die Pubertät und wieder raus kommt.
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Das heisst? Eigene Entscheidung mit Eintritt in die Pubertät oder mit Ende der Pubertät?
Zitat:
Zitat von JoKo
Von mir wird keiner zu Kadertraining gemeldet und von den Eltern hier auch nicht. Ich halte diese gerade angesagten Bewegungsnormierungen ohnehin für bescheuert und kann mich über die derart geförderten Kiddies amüsieren, die sich gegen unsere Küchentischdaddler einen Wolf ziehen und dabei gar nicht so selten sogar den kürzeren.
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Wenn das in Deinem Verein so bekannt und bei den Eltern angesagt ist, ist das doch in Ordnung. Ein Kind, das im Kader spielt, wird auch nicht von jetzt auf gleich eine Wahnsinnsrakete.
Ich finde Dein Modell richtig gut. Unter der Prämisse, dass Du Dich generell auf die mittleren oder minder Begabten konzentrierst und ggf. einen Raum für diese Kinder schaffst, der dafür sorgt, dass die den Sprung zu den Erwachsenen mitmachen und auch weiter Tischtennis spielen, wenn die Schule vorbei ist. Genau diese Kinder werden später benötigt, um den Breitensport nicht überaltern zu lassen.
Eine leistungsorientierte Talentförderung findet dann halt in anderen Vereinen statt, da Deine diesbezügliche Haltung ja sehr strikt ist. Wäre Dein Modell bundesweit vorgeschrieben, gäbe es bald keine deutschen Spitzenspieler mehr, da die in ihrer Schülerzeit viele, viele Trainingsstunden verloren haben, die sie nie wieder aufholen.
Es wäre nur gut, wenn Du akzeptierst, dass Dein Modell was Besonderes ist, aber dass die anderen Fördermodelle genauso ihre Daseinsberechtigung haben, auch wenn sie weit weg von Deinem persönlichen Ideal sind.
Ich habe schon eine Handvoll hochtalentierte Tischtenniskinder gesehen, die einfach eine riesige Freude daran hatten, besser zu werden. Und die auch durch diesen Sport und ihren besonderen Fähigkeiten darin zu selbstbewussten Menschen wurden.
Wir haben zwei U15 JES, die in unserer Mannschaft (Kreisklasse B) gemeldet sind. Also keine Top-Talente, sondern später mal mit Potenzial, maximal auf Bezirksebene zu spielen. Ich habe als Mannschaftsführer im Vorfeld mit den Kindern und den Eltern gesprochen, ob der Einsatz in unserem Team, gerade auch bei voraussichtlich knappen Auswärtsspielen in Ordnung ist. Die Kinder werden direkt nach dem Spiel von uns heimgefahren. Wenn wir noch was trinken wollen, machen wir das danach. Das funktioniert sehr gut und den Jungs haben die Einsätze bei uns einen zusätzlichen Motivationsschub gegeben. Das ist auch weit weg vom Leistungssportgedanken, aber innerhalb Deines Jugendschutz- Themas. Und ich finde nicht, dass wir da was falsch machen.