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Zitat von crycorner
Schnöde im Sinne von: Leistungsverzeichnis mit Angebot abgleichen, kaufmännische Bedingungen abklopfen, maximal noch eine übersichtliche Matrix zu den technischen und kaufmännischen Eckdaten erstellen und das Ganze dann managementfähig aufhübschen und den Bossen auf den Tisch legen.
Nicht schnöde im Sinne von: Sich für das Ergebnis des Angebotsvergleiches gegenüber einer Kontrollstelle rechtfertigen und so nicht vollständig selbst entscheiden zu können.
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...und gar noch 'ne Menge mehr
Egal, hast recht. Lassen wir das an dieser Stelle, denn ich bin ja nur Hausmann und nicht der Einkaufsleiter eines Anlagenbauers
Losgetreten wurde dieser Diskussionsfaden ursprünglich wohl durch meine Anmerkung des bestehenden und aus meiner Sicht vernachlässigten Problems der offensichtlich leider immer noch legalen Steuervermeidung großer, glaubal agierender Unternehmen in Europa. Das sind nicht selten Unternehmen, die recht wenig mit der Vergabe von Aufträgen durch die öffentliche Hand zu tun haben. Anlagenbauer im Allgemeinen gehören wohl auch nicht dazu. Die siedle ich eher in dem von mir durchaus sehr geschätzten Mittelstand an.
Als Beispiel mögen da Unternehmen wie IKEA oder Amazon ganz gut passen. Da ist die Auftragsvergabe und - abwicklung für die einzelnen in Europa weit gestreuten Standorte nicht das Problem
Nun sind wir im Wahljahr angekommen und diese Themen werden die Wahl leider nicht sonderlich prägen. Migranten/Flüchtlinge/Sicherheitspolitik sind leider viel zu sehr in den Fokus gerückt.
Diese Finanztricksereien an den Steuern vorbei, die den einzelnen europäischen Staaten Steuern in Milliardenhöhe entgehen lassen, halte ich für ein sehr wichtiges Thema, das dringend angegangen werden muss. Selbstverständlich auf europäischer Ebene. Den Schwanz einziehen - sagen wir mal im Sinne der lukeschen Ur-AfD und sich aus dem Euroraum zurückziehen, ist für eine anzustrebende Lösung dieser Probleme denkbar ungeeignet. Eine starke DM wäre wirtschaftlich ziemlich fatal. Über den dann wohl kaum noch vorhandenen Einfluss auf die Stuerpolitik in anderen europäischen Ländern wie z.B. Irland, die solche Kapriolen ermöglichen, braucht man bei einem Rückzug aus der Währungsunion (evtl. gar aus der EU a la Briten) gar nicht mehr nachzudenken. Dann kocht erst recht jeder Staat nur noch sein eigenes Süppchen zum eigenen Vorteil.
Leider sind es aber genau diese populistischen Parolen, die viele Wähler erreichen. Da braucht nur jemand laut genug schreien, dass die ganze EU kacke ist und wir von Brüssel bzw Straßburg eh nur ausgenommen werden, wir mit der DM viel besser dran wären und viele stimmen mit: GENAU, ein - leider oft auch ohne den geringsten Willen sich damit selbst mal ein klein wenig kritisch auseinanderzusetzen