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Alt 11.01.2017, 13:00
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von crycorner Beitrag anzeigen
Wenn dem so ist, kann man Dir keinen Rechtsradikalismus vorwerfen. Das ist nämlich eine Haltung, die eigentlich keiner Erwähnung wert ist. Wer will - bei aller Liberalität - Leute ins Land uns somit in seine Nachbarschaft lassen, die zum Einen illegal da sind und zum Anderen eine Gefahr für Besitz und Leben darstellen?

Was man Dir in diesem Falle dann definitiv vorwerfen kann, ist mangelnde Kommunikationsfähigkeit. Weil Du nämlich an verschiedensten Stellen Sätze rausgehauen hast, mit denen Du Dich selbst ganz weit nach rechts gestellt hast. Ich will Dir jetzt einfach mal glauben, dass Du da nicht stehst.

Im Übrigen bin ich auch in einem sozial schwierigen Umfeld aufgewachsen und war in der einen oder anderen kritischen Situation. Ich weiß daher schon, wovon Du so sprichst, wenn Du vom Milieu schwadronierst. Ein langjährig guter Freund hatte mich beim ersten Aufeinandertreffen noch mit dem Messer bedroht. Ich habe aber nie die Erfahrung gemacht, dass Türken da schlimmer waren, als Deutsche. Wer auf Krawall aus ist und sich unsozial verhält, macht das nicht Aufgrund der Religion. Tatsächlich habe ich häufiger beobachtet, welchen Druck einige Türken dann von den Eltern bekommen haben, sich gefälligst anständig zu verhalten, weil deren negatives Verhalten auch auf die Familie zurückfällt. Diesen Ehrbegriff habe ich in deutschen Familien nicht so beobachten können. Die Gründe sind eher Armut, Perspektivlosigkeit, fehlende Bindung zu den Eltern, soziales Umfeld, etc. Solche Dinge muss man einfach viel stärker berücksichtigen, wenn man Kriminalstatistiken zu Verbrechensraten von Migranten liest.
Und da sind wir doch überhaupt nicht so weit auseinander. Das mit den türkischen Eltern stimmt auch soweit, insbesondere die erste Generation hatte viel Wert auf ordentliches Benehmen gelegt. Allerdings wurde dort dann auch sehr häufig mit der Hand gezüchtigt.

Meiner Meinung nach hat das auch erst seit dem Jahr 2.000 mit der "was guckst du" und "Kopftuch" (sorry, ich weiß nicht wie ich sie anders beschreiben soll) erheblich zugenommen. Das gab es in meiner Jugend nicht. Da sind auch alle Mädchen mit zum Schwimmen und auf Klassenfahrt in der Grundschule.

Der Unterschied zur deutschen Unterschicht empfinde ich so, dass der Deutsche da eher in Richtung "Familien im Brennpunkt-Prolet" tendiert.

Die Gruppendynamik ist nicht so ausgeprägt.

Und natürlich ist es schwer aufzusteigen. Die ersten "studierten" habe ich als Eltern von Freunden am Gymnasium und beim TISCHTENNIS getroffen. Tischtennis brachte noch mehr, weil man sich intensiver etwas abschauen konnte.

Aber wie soll heutzutage jemandem ein Aufstieg in der Gesellschaft gelingen?

Abi, Studium, das ist teuer und bedarf in jungen Jahren extremer Disziplin und die Eltern sollten dahinter stehen.

Lehre, Handwerk, Selbstständigkeit, auch ein Möglichkeit. Bedarf aber auch Geld (Meister) und Disziplin

Variante drei sind dann krumme Geschäfte. Aber auch da, und das vergessen viele, bedarf es eines gewissen Intellekts, um erfolgreich zu sein.

Wer diese drei Möglichkeiten nicht nutzen kann ist natürlich auf Dauer frustriert. Dazu kommt, dass durch die schlechte Bezahlung am unteren Ende der Lebensstandard um Verhältnis zur Elterngeneration eher sinkt.

Mein Vater war LKW-Fahrer, später bei Schenker mit, für einen Arbeiter, sehr ordentlichem Einkommen. Wir konnten keine großen Sprünge machen, aber es hat gereicht um der Familie ein Auskommen zu ermöglichen. Meine Mutter war, wie damals üblich, Hausfrau.

Heutzutage hat jemand bei derselben Firma, so haben sie heruntergefahren, Brutto das, was mein Vater Netto hatte. Und für die Branche zahlen sie noch gut. Es muss also für den gleichen Lebensstandard heute erstmal die Frau mitarbeiten (so gerne und freiwillig, wie von der Politik gerne dargestellt machen das viele Frauen heute nicht. Viele würden, zumindest bis zum Ende der Grundschule gerne sich um die Kinder kümmern).

Insofern sind wir im sozialen Bereich durchaus einer Meinung. Natürlich nimmt sich der Radikale Imam dann nur zu gerne diesen Kindern an.

Bei den deutschen ist das dann analog die Kinder raus zum Fußball zu schicken.

Das wichtige, Hausaufgaben und Bildung, bleibt auf der Strecke. Kommt man da nicht raus, dann hat man wieder "gleich zu gleich gesellt sich gern" und hat vor der Schule die "Undercut" und "Kopftuch" Grüppchen. Bei den deutschen wäre das das, was man früher die "Rauchergruppe" nannte.