Zitat:
Zitat von Armendariz
Ich hab Kommilitoninnen an der Uni, die Kopftuch tragen. Die sind sowohl gut integriert (auch deutschstämmiger Freundeskreis) als auch offen gegenüber anderen Ansichten.
Kopftuch und Undercut (hab ich d'ailleurs auch  ) sind doch bloß wieder Symbole.
Klar gibts assige Typen, die so aussehen. Vielleicht ist unter denen, die so aussehen, der Anteil Asis auch verhältnismäßig hoch.
Aber es ist unfair, das so pauschal in eine Kiste zu stecken. Wär ich ein Türke, der bestens in der Gesellschaft integriert ist, könnte ich mich jetzt beleidigt von deinem Beitrag fühlen.
Man zieht mit den Pauschalisierungen halt den Graben an einer anderen Stelle, als es sein müsste. Mit mehr Fingerspitzengefühl könnte man viel mehr "Undercut- und Kopftuchgrüppchen" mit ins Boot holen.
Man verliert halt teilweise Familien, die in der letzten Generation eigentlich gut integriert waren. Und je mehr abschätzige Seitenhiebe es gibt, desto mehr von den Neuankömmlingen werden schon im Ansatz in radikale Gruppen und Denkweisen reingeekelt.
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Wenn ich mit voll assimilierten oder westlich eingestellten Türken rede, dann kommen Sätze, da wirst du hier ein Jahr lang gesperrt.
Frag doch mal ob deine Kopftuchträgerinnen in Betracht ziehen könnten einen Nicht-Muslim zu heiraten oder bei einer Heirat einer Art ökumenischer Zeremonie zustimmen würden.
Würden sie es akzeptieren, dass sie erste Sprache Deutsch ist?
Zweisprachigkeit ist dabei ja nicht ausgeschlossen.
Würden sie dann auch akzeptieren, dass die Töchter sich später für ein "Deutsches" Leben ohne Kopftuch entscheiden und vielleicht schon mit 14 den ersten Freund haben und keine Jungfrau mehr sind?
Ist das alles nicht der Fall, dann kann man auch nicht von "! Integration" sprechen. Es gibt natürlich auch eine ganze Reihe Musliminnen, die das ganze nur aus Gruppendruck mitmachen.
Wenn man in einer Klasse die einzige ohne Kopftuch ist und der sanfte Druck von zu hause und aus der Clique kommt, dann ist das nochmal anders zu werten.
Zu den Vorurteilen:
Ursache und Wirkung
Ich habe hier mal etwas zudem Einlasskriterien in Discos und Clubs verfasst. Die überwiegend selbst südländischen Türsteher sagen sich diese Erfahrung ja nicht aus den Fingern.
Wer sich durch sein Verhalten selbst erstmal ausgrenzt, der muss dann mit der Reaktion leben.
Integrierte Türken sollten sich also zunächst mal ihre Landsmänner vornehmen. Ich warte immer noch darauf, dass sich eine Nazan Eckes mal ins Fernsehen stellt und sagt, dass die Töchter gefälligst zum Schwimn-/Sportunterricht zu gehen haben. Leute wie Eckes interessiert das aber nicht. Die haben sich angepasst leben wieder normale Familie und die alten Zeiten haben sie völlig ausgeblendet. Man lebt jetzt woanders und hat sich selbst abgegrenzt. Die Kinder haben deutsche Vor-Nachnamen und werden nie als "Ausländer" wahrgenommen werden.
Hier fehlt mir die klare Kante in der Öffentlichkeit und die Vorbildfunktion.
Ein Özil ist leider das perfekte Gegenbeispiel.