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Alt 21.01.2017, 18:33
Danielson Danielson ist offline
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Danielson ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Danielson ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)Danielson ist ein sehr geschätzer Mensch dessen Wort hier Gewicht hat (Renommeepunkte mindestens +250)
AW: DER Thread für politisch Interessierte

Ein Lehrer hat keine Stempelkarte, in der genau aufgezeichnet wird, wie viel er arbeitet. Und ich kenne auch keinen Kollegen, der seine Arbeitsstunden penibel zählt oder dokumentiert, wie das in anderen Berufen der Fall ist. In meinem gestrigen Beitrag wollte ich nur verdeutlichen, dass der Großteil der täglichen Arbeitsstunden eben nicht im Unterrichtsraum zu sehen ist.

Vor über 20 Jahren wurde ich zum Kaufmann im Einzelhandel ausgebildet. Die Arbeitszeiten in diesem Beruf sind gewiss nicht angenehm. Aber wenn ich den Laden verließ, war auch Feierabend. Der Sonntag war ein arbeitsfreier Sonntag. Das ist heute nicht mehr so. Vor der Notenabgabe morgen muss ich noch einen Aufsatz korrigieren, werde dann morgen Mittag zur Schule fahren. Die letzten Noten eintragen. Das Notenbild meiner Klasse anschauen und die Notenkonferenz zu meiner 7. am Mittwochnachmittag vorbereiten. Das ist für mich in Ordnung. Ich möchte nicht mehr zurück zu meinem Ausbildungsberuf, in dem ich mehr fremdbestimmt war, als ich es heute bin. Und zugegeben: In dem ich nicht die soziale Sicherheit hätte, die ich heute habe und in dem ich wohl auch weniger verdienen würde.
Bretti hat das so weit schon ganz gut ergänzt, was außerunterrichtlich von Kollegen noch geleistet wird. Ich möchte das nicht weiter ausführen. Jeder kann selber auf den Websiten der umliegenden Schulen recherchieren, was außerunterrichtlich den Schülern geboten wird.

Natürlich gibt es die Kollegen, die nicht viel mehr als ihren Unterricht halten, den sie schon seit Jahren halten. Und die sich nicht weiter um die Schüler kümmern, die dem Unterricht nicht folgen können. Und diese Pädagogen haben dann am Nachmittag tatsächlich viel Freizeit. Unter den 30 bis 45 Jahre alten Lehrern (in meiner Alterskohorte) kenne ich keinen, der seinem Beruf nicht mit Engagement nachgeht.

Geändert von Danielson (21.01.2017 um 19:29 Uhr)