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AW: Jean-Michel Saive kandidiert für ITTF Präsidentschaft
Wenn Saive die ITTF zu einem "Macher" und nicht zu einem "Bittsteller" wie bisher macht, wäre er mein Kandidat.
Was ich damit meine: Bisher finanziert sich der Verband hauptsächlich über Beiträge der Nationalverbände und Sponsoren. Letztere sind unter den momentanen Umständen schwer zu finden und wirklich viel Geld scheint auch nicht zusammen zu kommen, ansonsten würde nicht immer über die mageren Preisgelder gelacht. Bei TV-Anstalten tritt mal auch nur bittend auf; ändert für diese sogar extra die Regeln des Sports. Andere Sportarten treten hier anders auf.
Die ITTF (gilt aber auch für die ETTU und die TTBL) hat ein Produkt und bekommt es nicht vermarktet!? Es liegt an ihrer Ängstlichkeit. Wieso gibt es z. B. Streams, die umsonst sind? Ja, die Frage ist ernst gemeint. Es scheint doch recht viele Interessierte und auch Online-Zuschauer zu geben. Wenn das Interesse vorhanden ist, zahlen die Leute auch, es muss gar nicht wirklich viel sein, ihren Beitrag. 1€ für ein einzelnes Spiel (auch vielleicht zum Download anbieten), 10€ für ein großes Turnier, 20€ für die World Tour oder die Bundesliga. Dieses Geld kann dann wieder in die Attraktivität des Sports für die Zuschauer und die Sportler (höhere Preisgelder) investiert werden. Auch für die Vereine könnte so mehr herausspringen. Im Moment zahlen diese anscheinend noch drauf für den Stream.
Ich kann mir sehr gut eine WM vorstellen, bei der jeder Tisch mit mindestens einer Kamera gestreamt wird. So könnte ich mir z. B. die Spiele meiner Nation kaufen und anschauen, auch wenn sie nicht in der Haupthalle aufschlagen.
Tischtennis ist gut genug, es macht sich nur selbst immer schlecht. Hier bieten die elf Punkte von Saive bisher zu wenig Offensive, es ähnelt eher dem Verwalten, wenn auch evtl. anders als die bisherigen Präsidenten.
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