Zitat:
Zitat von Matousek
Abschaffung von Massenarbeitsplätzen:
z.B dass bald keine Kassiere/Kassiererinnen in Großmärkten mehr nötig sind. "Verehrte Kunden, wir öffnen/schließen Kasse ..." wird wohl bald nicht mehr zu hören sein.
|
Zum Beispiel, ja...
BTW: Ich war die Tage nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder in der Innenstadt des benachbarten Dortmund. Musste meinen Sohn zur Uni bringen, weil er sich dort 'nen Vortrag einer seiner Helden - Harald Lesch - anschauen wollte und da ich ihn zwei Stunden später wieder abholen musste, habe ich die Zeit in der Innenstadt verbracht. Meine Herren, in gefühlt drei von vier Läden haben sich die Verkäufer nur die Beine in den Bauch gestanden. Der Einzelhandel wird es in der jetzigen Form auch nicht mehr lange überleben...
Insgesamt wird die Politik, völlig Parteien unabhängig, sich langsam aber sicher mit dem Wandel beschäftigen müssen. Weder mit neoliberaler Scheiße noch mit old school 50er Gewerkschaftsparolen wird man den Menschen, die es dabei direkt treffen wird und der nachfolgenden Generation, die anders ausgebildet werden muss, gerecht werden können.
Den sich anbahnenden Wandel wird niemand aufhalten können. Da mischt Deutschland selbst nicht unerheblich mit - völlig wertfrei - ansonsten nimmt sich ein anderer der Sache an. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
Ein Recht auf Arbeit wird jedenfalls immer schwerer zu gewährleisten sein. Ein gutes Bildungssystem gepaart mit einer menschenwürdigen Grundsicherung für Zeiten ohne bezahlte Arbeit, die zwangsläufig immer häufiger vorkommen wird, sind die Dinge um die sich Politik kümmern muss.
Dieses blöde Gelaber über Leute, die 40 Jahre am Stück in Arbeit waren und sich wegen ihres Fleißes 'ne ordentliche Rente verdient haben, muss die SPD mal endlich abschütteln. Das ist schon länger ein nicht mehr haltbares Auslaufmodell. Nicht weil die Menschen fauler sind
Die Zeiten haben sich geändert, sodass es nicht mehr der Masse gegönnt ist, einen solchen Weg bis zur Rente vorweisen zu können.
Das Gezeter auf böse, große, deutsche Konzerne, ist aus meiner Sicht auch daneben. Wenn es Arbeitnehmer/Angestellte gibt, die einigermaßen fair bezahlt werden und zudem eine betriebliche Absicherung in Form von Altersversorgung bis hin zu abgesichertem, frühzeitigen Ausscheiden gibt, dann wird es am ehesten von den großen inländischen Konzernen geboten. Das Problem ist die größer werdende graue Masse an Arbeitnehmern/Angestellten, die nicht (direkt) in diesen Konzernen unterkommt. Das Problem des freien Falls bei Jobverlust ist außerhalb dieser Konzerne wesentlich größer.
Die Rolle der Gewerkschaften finde ich persönlich immer unrühmlichen. Für mich ist das ein Verein geworden, der sich ausschließlich nur noch um die kümmert, denen es sooooo schlecht nicht geht. Thema verfehlt, sechs, setzen, würde ich salopp sagen.
Auch wenn ich persönlich in Richtung Linke und SPD tendiere, die Grünen sind mir zwar in ihren Kernthemen noch durchaus sympathisch, aber denen traue ich sozialpolitisch nicht mehr über den Weg, sehe ich leider keine Partei, bei der ich erkennen kann, dass sie sich auf den schon länger erkennbaren Wandel einstellen mag. Überall nur die alten, gleichbleibenden Parolen
Schade, dass es die Piraten zerrissen hat. Mit altideologischem Gesülz hatten die wohltuender Weise nichts am Kittel. Soziale Gerechtigkeit war bei denen trotzdem ein großes Thema.
Was bleibt mir, als jemand, dem soziale Gerechtigkeit wichtig ist? Gut, ich beauftrage immer heimische Handwerkfirmem, wenn es denn was gibt, was hier gemacht werden muss. Ich kaufe vorwiegend einheimische Biomilch und Eier und so ein Zeug - nee, nicht weil ich von Bio so überzeugt bin, sondern weil ich hoffe, dass da den Erzeugern genug zum Überleben bleibt. Nur bevor ich mich ins Auto setzen um in benachbarten größeren Städten den anderen nötigen Kram einzukaufen, nutze ich mittlerweile lieber das Internet . Reich bin ich nun wirklich nicht. Mir geht's zum Glück ganz gut, aber für ' ne evtl. nötig gewordene neue Waschmaschine den örtlichen Händler vorzuziehen, trotz das der wesentlich teurer ist, will ich mir dann doch nicht leisten.
@Wolle: Was mach ich deiner werten Meinung nach nur so grundsätzlich falsch, dass du mich in die Ecke eines linken, namenstanzenden Spinners abschiebst? Gut, mit völkischen Denken, mag ich nichts zu tun haben wollen. Sport und Musik mag ich zu einem nicht unwesentlichen Teil gerade deshalb, weil es Lebensbereiche sind, die sich von der Scheiße befreit haben
...Und noch mal @ Wolle: Beim nächsten HIP-Heimspiel - gaaaanz wichtig für das Ziel des Klassenerhalts - werde ich dort sein. Vielleicht kannste über deinen Schatten springen und dem Frankenteam deine Ehre erweisen. Wenn's dir zusätzlich möglich wäre, mir mal zu erklären was es ist, was dich, was mich betrifft, so auf die Palme gebracht hat, fände ich das klasse. Trotz deiner, zumindest für mich recht ruppigen Art und der ganzen Scheiße, die hier im Forum in der letzten Zeit abging - die hat mich übrigens nicht sonderlich geschockt

- halte ich dich - ganz unabhängig davon was du von mir hältst - weiterhin für'nen Menschen, der sein Herz am rechten Fleck trägt