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AW: Leben nach dem Tod
Der Mensch macht in vielen Fragen den Grundfehler eine abschließende Lösung zu suchen bzw. etwas immer bewerten zu wollen in den Kategorien "Richtig" oder "Falsch".
Ich halte es mehr mir dem Spruch "man sollte die Menschen in ihrem Glauben lassen" und fahre damit nicht schlecht.
Das christlich-soziale Weltbild hat zumindest ein halbwegs harmonisches Zusammenleben in den letzten 70 Jahren im Westen der Welt ermöglicht. In Ländern Evangelisch/Reformatorisch auch länger.
Die Botschaft des neuen Testaments, sei sie auch von Menschen erfunden, ist ja sooo schlecht nicht zum friedlichen Zusammenleben.
Und genau Darüber sollte man sich Gedanken machen, weniger über Sachen, die außerhalb der Erfassungsfähigkeit unseres Intellektes liegen.
Warum sind einfach strukturierte Menschen aus der Mittelschicht oft viel glücklicher als Menschen, die ganz oben sind?
Oben ist es verdammt einsam!
Der kleine Fabrik-/Büroarbeiter, sofern sein Gehalt ausreicht, macht sich doch nicht viele Gedanken. Der ist mit dem Alltag beschäftigt und kommt nicht ins Nachdenken.
Aber je abgehobener und theoretischer der Alltag, umso durchgeknallter kommt mir mancher vor.
Der Psychologe Manfred Lütz hat dazu ein fantastisches Buch geschrieben. Kernaussage ist im Grunde, dass man im Hier und Jetzt leben soll und nicht soviele Gedanken in der Vergangenheit und Zukunft haben sollte.
Und als Bezug zum Thema:
Am meisten Unglück geht von den Religionen aus, die das Paradies versprechen. Der Islam beschneidet hunderte von Millionen Menschen in ihrer geistigem Entwicklung und ist DAS aktuelle Mahnmal wie dumm und manipulierbar der Mensch ist. Künstler wie Thorsten Havener, Jan Becker oder der, fiktive, "Mentalist" zeigen auf, wie einfach wir im Grunde gestrickt sind.
Der Mensch scheint dazu zu neigen, sich auch auf Erden eine Art "Gott" zu suchen, anders sind kollektive Ausrüster für Fußballprofis, Sänger, Schauspieler oder,, aktuell, für den türkischen Präsidenten, nicht zu erklären.
Aber auch der "Führer" und seine Clique sind, Gott sei Dank, nicht wieder auferstanden.
Im Endeffekt sind viele Menschen unsicher uns suchen Halt. Der lässt sich leicht im Glauben finden und deshalb will ich,, sofern es sich um eine friedliche Ausprägung handelt, auch niemand diese Hoffnung und Glauben nehmen.
Rein wissenschaftlich ist es natürlich Humbug. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass der Mensch über das "Leben" an sich und sein eigenes tun viel zu wenig erfassen kann.
Da reicht unser Intellekt nicht für aus. Immer mehr Menschen müssen in psychologische Behandlung, weil sie einfach durchdrehen. Unsere natürliche Evolution kommt einfach nicht mit dem technischen Fortschritt mit.
Wer heute mal eine "Pause" macht oder etwas zurückfährt, um sich dann, gestärkt, wiederzumelden, der ist doch heute gleich außen vor. Dabei sind wir am Limit. G8, Masterstudium, 12 Stunden Tage, dazwischen noch 500 Facebook Freunde pflegen, von denen man 99% sowieso egal ist, die Welt und unser Geist sind zum Teil völlig in die falsche Richtung unterwegs.
Irgendwann kommt dann die Frage nach dem "Sinn" oder hier nach dem Leben nach dem Tod.
Kommt da nichts, ist es dann nicht vielleicht besser zu Lebzeiten sich um die Eltern zu kümmern oder um die Kinder und Enkel?
Macht es Sinn sich jedes Wochenende unter diversen Anlässen einen hinter die Binde zu kippen, als selbiges sinnvoll zu gestalten?
Die Ausgangsfrage wirft soviele Unterfragen auf, dass es im Endeffekt immer im Philosophischen endet.
Und da komme ich zu dem Ergebnis, dass es im Grunde genommen egal ist ob etwas danach kommt. Sollte es so sein, kann man sich dann immer noch darum kümmern. Lieber sollte man mehr im Hier und Jetzt leben und den "engen Kreis" pflegen. Wenn man dann geht, dann geht man glücklich.
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