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Zitat von topspinkrieger
Das mit dem flacheren Ballabsprung kann ich durchaus bestätigen, erging mir auch so. Nur fand ich den Mx-S spinniger als den Mx-P und letzteren für mich persönlich zu dynamisch wenn man es so nennen möchte.
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Durch das, dass mittlerweile so viele Spieler, die ich kenne, die Evolution Beläge spielen, habe ich festgestellt, dass zwei Dinge zu beachten sind:
1. Man kann nicht einfach 1 MX-P mit 1 MX-S vergleichen und daraus Rückschlüsse ziehen, dass die Eindrücke dann generell so sind.
ML hat mir das mal im Shop erklärt, MX-P und MX-S unterscheiden sich spürbar, aber trotzdem liegen die beiden Beläge aufgrund der nahezu gleichen Schwammhärte über die gesamte Belagrange (jetzt mal übertrieben gesagt von Aurus Soft bis DHS PF4) in einem relativ ähnlichen Bereich. Unterschiede liegen im verschiedenen Obergummi mit anderer Noppengeometrie, außerdem unterscheiden sich die eigentlich gleich harten Schwämme dadurch, dass der des MX-P offenporig ist und der des MX-S feinporig.
Nachdem alle Beläge auf dem Markt Schwankungen unterliegen und es Toleranzen gibt beim Rohmaterial (Naturkautschuk) und der Fertigung von Serie zu Serie und vielleicht auch von Mitarbeiter zu Mitarbeiter und es wahrscheinlich auch eine Rolle spielt, wie die Luftfeuchtigkeit und die Raumtemperatur ist (Auswirkungen also ob im Winter bei -12 Grad Außentemperatur im Gebäude die Heizung läuft oder im Hochsommer bei +36 Grad Außentemperatur im Gebäude die Klimaanlage läuft), außerdem ob der Belag wenige Wochen oder viele Monate nach Auslieferung von der Produktion verkauft wird, kann praktisch jeder Belag etwas unterschiedlich ausfallen. Eindrücke können auch noch unterschiedlich ausfallen, wenn beide Beläge nicht eine Schwammdicke von genau 2.0 mm haben, sondern der eine 1.95 hat und der andere 2.05 oder sogar der eine 1.90 und der andere 2.10 mm, was einem ja bei jedem Belag passieren kann.
Es kann deshalb sein, dass man zwischen einem MX-P und einem MX-S fast keinen Unterschied feststellen kann, aber es kann auch sein dass bei einem anderen MX-P und einem MX-S Unterschiede wie Tag und Nacht feststellbar sind.
Wie gesagt, diese Informationen habe ich von ML persönlich bekommen und ich hoffe, dass ich alles richtig wieder gegeben habe. Aber ich kann das auch selber mit einem anderen Beispiel bestätigen, das ich schon erlebt habe und zwar konnte ich schon einen Tenergy 05 und einen Tenergy 05 FX testen, bei denen eigentlich kein Unterschied feststellbar war (Spieleigenschaften und Härte) und dann beim Test eines anderen Tenergy 05 und eines anderen Tenergy 05 FX dachte man, dass man einen steinharten Belag und einen butterweichen Belag miteinander vergleicht und die Unterschiede waren in jeder Hinsicht extrem. Beides haben auch andere bestätigt.
2. Gerade das Thema, welcher Belag spinniger, welcher dynamischer, welcher härter ist, welcher einen höheren oder flacheren Absprung hat und welcher kontrollierter im kurz-kurz oder beim Block oder der Aufschlagannahme ist, das ist so individuell von Spieler zu Spieler verschieden, dass man da oft keine generelle Aussage treffen kann und auch nicht unbedingt anzweifeln sollte und denjenigen vom Gegenteil überzeugen sollte, wenn es jemand anders sieht. Die Geschmäcker, die persönlichen Vorlieben und auch die Sensomotorik (motorischen und sensorischen Fähigkeiten eines jeden Menschen) sind bei jedem anders. Das kann also auch z.B. bedeuten, dass jemand mit einem guten Armzug und Körperdrehung oder mit gutem Handgelenkeinsatz aus einem Belag richtig viel Spin rausholen kann, während ein anderer Spieler, der z.B. mit weniger Körperdrehung und kaum Handgelenkeinsatz aber ausgeprägtem Unterarmeinsatz mit einem anderen Belag vielleicht viel besser zurecht kommt.
Und wenn man jetzt noch von beiden Spielertypen einen Klon oder Zwillingsbruder nimmt, die zwar gleich spielen, aber einen anderen Schläger-Ball-Treffpunkt und Schlagwinkel haben und der eine deshalb lieber ein härteres Obergummi und der andere lieber ein weicheres Obergummi mag, dann hat man am Ende vier verschiedene Meinungen.