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Alt 09.03.2017, 09:34
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AW: Indien plant Großangriff auf Tischtennis Hochburgen China, Japan, Korea und in Eu

Zitat:
Zitat von mithardemb Beitrag anzeigen
Interessant. Ich habe bisher eigentlich nur die gegenteilige Erfahrung mit Indern gemacht - sowohl in der Hochschule also in der Industrie.

Inder wurden da immer als sehr "eigen" dargestellt. Bei Studien- / Diplomarbeiten (bzw. Bachelor- / Masterarbeiten) gab es immer während der Arbeit sehr wenig Kommunikation und wenn am Schluss große Unterschiede zwischen erwartetem und erzieltem Ergebnis lagen, haben sie dieses vehement verteidigt.

Industriepartner mit Niederlassungen in Indien berichteten von einer großen Fluktuation und dem damit einhergehenden Problem Know-How in der Niederlassung aufzubauen. Dasselbe ist mir auch bei Vertriebspartnern passiert. Man investiert viel Zeit, damit der indische Vertriebler das Produkt besser versteht und in zwei Monaten kündigt er und geht zur nächsten Firma.
Du hattest dann mit gebildeten Indern zu tun. Diejenigen, die studieren oder studiert haben. Die haben auch einen gewissen Antrieb, sonst würden die das nicht machen. Ich habe darüber geredet, was man mir von der breiten Masse der Inder erzählt hat. Und daraus rekrutieren sich ja die Tischtennisspieler. Der Tenor eines Inders und eines Arbeitgebers in Indien war da eben, dass man von den Leuten auf unteren Ebenen nicht viel erwarten kann, aus den bereits genannten Gründen.

Zitat:
Zitat von mithardemb Beitrag anzeigen
Such mal nach Welthungerhilfe und Indien und du wirst feststellen, dass Hunger und bittere Armut ein sehr großes Problem in diesem Land ist.
Das ist richtig. Von den ganz Armen hatte ich noch gar nicht geredet, sondern von denen, die schon in Lohn und Brot stehen und dabei auf für uns unverständlich niedrigem Niveau ihr Auskommen sichern und damit zufrieden sind. Wenn Du hier eine Person für einen Sachbearbeiterjob einstellst, musst Du da direkt ein paar Personen einstellen. Der Inder meinte zu mir: 1 Deutscher = 9 Inder. Da hat er sicher arg übertrieben, was er damit generell aber ausdrücken will, wird wohl schon stimmen.

Die Krux - um wieder auf das Thema zurück zu kommen - wird sein, die Talente in Indien zu finden, die auch dann noch beissen, wenn der Sport aufhört, einfach nur Spaß zu machen. Ein begeistertes Tischtennistalent wird die Tatsache, dass es täglich trainieren muss, erstmal sogar gut finden. Irgendwann kommt aber der Punkt, an dem aus Spaß Arbeit wird, und dann müssen die indischen Talentscouts den Charakter des Talentes aber sehr genau kennen.
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