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Alt 31.05.2004, 12:06
JanMove JanMove ist gerade online
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AW: Vorhandspiel oder beidseitiges Spiel?

Also einigen Aussagen kann ich ganz und gar nicht zustimmen!

Zunächst einmal ergibt sich der Spieltypus sehr stark aus den körperlichen Voraussetzungen. Kleine, leichte Spieler sind in der Regel schneller auf den Beinen und können die Rückhand öfters problemlos umlaufen. Für mich führt das Umlaufen in der Regel zu einem sich selbst Ausspielen, da ich zu langsam wieder in die Grundstellung komme. Dies erzwingt automatisch, dass ich eine sehr starke (Linkshänder-) Rückhand habe.
Die Aussage, dass jemand, der viel Rückhand spielt, kein Spielverständnis hat bzw. sich irgendwas falsch abngewöhnt hat, ist doch Schmarrn. Es kommt doch immer auf die Situation an, in der man einen bestimmten Schlag mit einer bestimmten Seite ausführt. Am und überm Tisch ist es z.B. wesentlich einfacher mit der Rückhand zu spielen, da grundsätzlich mehr Handgelenkeinsatz möglich ist. Wieso spielen denn inzwischen sehr viele Spieler aus der Tischmitte heraus den Rückhandreturnflip mit extremsten Handgelenkeinsatz. Blocken ist meines Erachtens auch mit der Rückand einfacher als mit der Vorhand. Und Notschläge aus der Mitte unter Zeitdruck mache ich immer mit der Rückhand.
Was heisst es gibt keine Europäer mit konsequentem Vorhandspiel? Ich möchte mal nur die Namen Legout, Lundquist und Hakansson in den Raum stellen. Das sind allerdings perfekte Konditionsmaschinen. Genauso gibt es konsequent beidseitige Spieler er wie z. B. Kreanga. Viel konsequenter geht es wohl nicht.
Und warum das beidseitige Spiel a la Persson oder Samsonov so einen schlechten Beigeschmack (Unterton) erhält, verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Dass diese eher grossen Spieler nicht jeden Ball umlaufen (können), ist zum einen klar zum anderen haben es diese Spieler gar nicht nötig!

Es ist doch gerade schön, dass nicht alle Europäer das Einheitstischtennis spielen sondern verschiedene Sielsysteme bevorzugen, wobei ich die Gefahr der Vereinheitlichung durchaus sehe, wenn ich mir einen Boll, Smirnov und Chuang anschaue (mit ihrem hochgelobten modernen Tischtennis). Es wird jeder Ball möglichst früh unter relativ grossem Risiko angenommen. Bei kleinsten Unsicherheiten oder Problemen, droht das System zusammenzufallen und es geht nichts mehr. Es ist mir gerade bei diesen Spielern sehr negativ aufgefallen, dass ihr System dermassen unflexibel ist, sodass sie nicht in der Lage sind, ihr System während eines Matches abzuändern oder anzupassen. Wenn's nicht läuft gehen obige Spieler eben ein wie ein Primel. Weiss nicht, ob ich das gut finden sollte?!
(Okay war jetz etwas Off-Topic)

JanMove
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