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AW: Quo vadis Tischtennis?
Wir sind auch eine tote Gegend, zudem ist unser Training sehr stark Personenabhängig. Landkreis Lüneburg, ungefähr 180.000 Einwohner.
Die Teilnehmerzahlen im Jugendbereich auf Kreisverantaltungen sind seit Jahren extrem mau, fähige Kids um die derzeitigen Klassen wirklich langfristig zu halten ist nicht in Sicht.
Anders als in Ballungszentren haben wir auch wenig externen Zuzug. Die Studenten die sich herverirren suchen auch eher eine Trainingsmöglichkeit als einen neuen Verein, da sie meist nach dem Studium eh wieder weg sind.
In den letzten 15 Jahren sind im Herrenbereich eigentlich nur 2 Spieler bei rumgekommen die BOL oder höher spielen können, der Rest ist mittlerweile 35+. Einer von den beiden Jüngeren bin ich, der das Glück hatte früh nach Hamburg abgeworben und dort ausgebildet worden zu sein und im Jugendbereich zurückwechselte. Der andere hatte Glück, dass er von einem externen Trainer mit großgezogen wurde und jetzt mit unserem Jugendtrainer bis zu 4x pro Woche arbeitet. Der steht jetzt auch bei 1800 TTR, einen Jugendlichen mit dieser Motivation und der Unterstützung der Eltern zu finden ist hier im Kreis in den letzten 10 Jahren einmalig. Beim breiten Rest ist absehbar, dass die früher oder später abspringen werden oder selbst beim "durchhalten" mit Glück mal bis maximal in die unteren Bezirksklassen kommen könnten. Von Begriffen wie "Breite" oder "Leistungsdichte" mag ich gar nicht anfangen.
Viel Gefasel, kurzer Sinn: Bis auf einzelne "Leuchttürme" alle 10 Jahre kommt hier in der Gegend nichts rum, das Niveau wird in den nächsten 10 Jahren stand heute immer weiter sinken. Der Kreis ist quasi tot, sollte nichts weltbewegendes (was derzeit nicht absehbar ist) passieren. Von unten passiert nichts, in den ländlicheren Regionen eh nichts, unsere aktiven Herrenspieler werden nicht jünger. Ein Schicksal was andere Landkreise wohl auch teilen.
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