Zitat:
Zitat von Rudi Endres
Vielleicht sind die Ehrenamtsstrukturen, zumindest in der derzeitigen Form, nicht mehr zeitgemäß.
|
Das und die Diskussion, es gäbe nur Nörgler statt Macher macht mich wirklich traurig.
Wenn das Ehrenamt nicht mehr zeitgemäß ist, sollten wir vielleicht besser den Verband auflösen.
Vereine als Geldbeschaffer des Spitzensports sind unsinnig, das sollte unstrittig sein.
Wenn ich nochmal irgendwo lese, die Verbandsfunktionäre seien die wirklichen Ehrenämtler und die Vereinsvorsitzenden und Vorstandsmitglieder der Vereine eben nicht, dann sag ich aber mal meins dazu.
Mitarbeit im Verband kann man vielleicht nur dann erwarten, wenn man die Vorsitzenden der 140 Vereine eben nicht einfach übergeht und ihnen eine Verwaltung obendrauf setzt, die mit Leistung sicher nicht gerade glänzt derzeit.
Im Übrigen: professionell bedeutet nicht mehr als dass die Person einer bezahlten Tätigkeit nachzugeht, es ist ganz sicher kein Qualitätssiegel.
Man sollte also sehr vorsichtig damit umgehen, die Diskussion auf "Ehrenamtler" und "bezahlte Verwaltung" zu reduzieren, die Wahrheit liegt sicher in der Mitte dieser polarisierenden Debatte.
Ich persönlich bin grundsätzlich bereit, mit der STTB-Verwaltung zusammenzuarbeiten (seit 25 Jahren schon), aber sie arbeitet ja nicht, sie dient nur einem Zweck und läuft einem Phantom hinterher. Einfacher wäre es, sie (die Verwaltung und Führung im STTB) würde eine Rolle rückwärts hinlegen und den Breitensport als oberstes Ziel ausrufen. Dann -ganz sicher- fänden sich mehr Sympathisanten, und auf dieser Grundlage würde der Spitzensport sicher auch nicht ausgeschlossen und dürfte -eigenfinanziert- parallel existieren.
Der STTB hat gerade mit der Gebühren- und Strafenerhöhung einen Teufelskreis selbst geschaffen: die ersten Vereine erhöhen -parallel zu den Problemen mit Hallenbenutzungsgebühren- wegen gestiegener STTB-Gebühren ihre Beiträge, mit dem Ergebnis schwindender Mitgliedszahlen. Die Vorstände arbeiten daran, wie sie weniger Spieler melden - aus Kostengründen und weniger Mannschaften, da es mittlerweile richtig Geld kostet, in Unterzahl oder gar nicht anzutreten. Dann erhält der STTB aber trotz Erhöhung weniger Geld und kann sicher nicht nochmal die Gebühren erhöhen. Dabei wäre ein Plus an Einnahmen durch eine intelligente Gebührenordnung durchaus möglich, wenn man bei den Vereinen Anreize setzt, durch Nachwuchsarbeit Kosten zu sparen. Über kurz oder lang würde man damit aber mehr Mitglieder und somit mehr "Zahler" als Mannschaften, Pässe, Einzelspieler bei Ranglisten und Meisterschaften generieren.
Eigentlich liegen diese Dinge auf der Hand und es stellt sich bloss die Frage, aus welchem Grund man sich von Verbandsseite in eine ganz andere Richtung bewegt hat und von diesem Weg partout nicht abgeht. Wenn die bestehenden Verträge und Verpflichtungen der Grund sind, dann empfiehlt sich eine geordnete Insolvenz oder eine klare Trennung von Breitensport und Spitzensport, wenn externe Geldgeber diesen weiter bezahlen. Dass der "neue" STTB sich auf der Seite des Breitensportes einfindet, das ergibt sich eigentlich schon aus der Satzung des Verbandes und sollte gar nicht eingefordert werden müssen.