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Alt 13.04.2017, 10:22
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: Sprengstoffanschlag auf BVB-Mannschaftsbus (Borussia Dortmund)

Zitat:
Zitat von Matousek Beitrag anzeigen
Bei aller Wertschätzung, aber da hier immer wieder auf das "linke" Parteienspektrum reinzuknüppeln, damit läßt es sich nicht erklären, zumal sie ja seit längerer Zeit nicht an der Regierung beteiligt sind. Einreisen u. so einen Anschlag durch zu führen, wäre jetzt ja auch nicht so schwierig. So eine wichtige Stellung nimmt der BVB jatzt aber auch nicht ein, dass er Opfer eines solches Anschlages sein müsste. Ich tippe da immer noch auf einen einzelnen Verrückten, der mit dem Islam im Entferntesten zu tun hat.
Dass solche Personen verrückt sind, da gebe ich Dir durchaus recht. Amokläufer waren auch in D nicht auszuschalten.

Vieles, was wir zur Zeit erleben geht auf die 68er Bewegung und ihren "Marsch durch die Instanzen" zurück.

Gleichzeitig erleben wir das Paradoxon, dass von der anderen Seite eine extrem neoliberale Gegenbewegung aus amerikanischer Richtung seit ca. 15 Jahren Einzug hält.

Als praktisches Beispiel:

Öffnung der EU Richtung Bulgarien/Rumänien:

Man holt billige Arbeitskräfte, wobei man gleichzeitig eine Steigerung der Kriminalität zugunsten des Profits hinnimmt.

Klassischer Neoliberalismus.

Auf der anderen Seite fehlt jetzt, 68er sei dank, das Regulation der Justiz. Kuschelstrafen und Belehrung statt Gefängnis und Ausweisung.


Das Aussergewöhnliche bei diesem Anschlag ist, dass es jetzt die 1% der Bevölkerung getroffen hat, die sich vom System eigentlich schon längst abgekapselt haben und (hier durch "Bosman) extrem profitieren.

Dass das linke Parteienspektrum keinen negativen Einfluss haben soll, halte ich für nicht ganz korrekt.

Überall,, wo in der Bundesrepublik besonders große soziale Probleme und interkulturelle Differenzen vorhanden sind, sprich NRW, Bremen, Berlin waren in den letzten Jahrzehnten überwiegend die Roten und Grünem an der Macht.

In NRW sieht man es sogar auf lokaler Ebene.

Südwestfalen, Ostwestfalen und das Münsterland sind überwiegend klassisch "schwarz". Dort sieht es recht gut aus.

Im Bereich Rhein-Ruhr ist es leider sehr mau.

Die Büchse der Pandora hat damals im übrigen Rot-Grün mit den Hartz Gesetzen geöffnet, die, wie der Wirtschaftsweise Bofinger statistisch belegt, in Westdeutschland (der Osten ist ein Sonderfall und nicht vergleichbar) im Verhältnis zur Kohl Zeit wirtschaftlich nichts gebracht haben, ausser das Geld von den 99% normalen Leuten, da beziehe ich auch kleine Mittelständische Unternehmen mit ein, zu den Großunternehmen zu transferieren.

Ich definiere hier einen sogenannten Mittelständler mit 1.000 Mitarbeitern, wo 200-300 Leiharbeiter beschäftigt sind als Großunternehmen.

Und hier treffen sich wieder Interessen von Kapitalismus und Linken.

Beide wollen eine Oligopolisierung der Wirtschaft. Die einen wachsen, die anderen wollen so die Gleichschaltung der Masse.

Es ist ein Paradoxon, aber für beide Lager eine win-win Situation.

Leiden darunter tut die Masse der Bürger.
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