|
AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm
@Turbo
Ich gebe dir darin Recht, dass Regeländerungen nicht die Lösung sind. Andererseits scheinst du selbst nicht zu realisieren, dass die Aspekte Wirtschaftlichkeit, Medien und Attraktivität der Sportart in der heutigen Welt miteinander verzahnt sind.
Es ist schwer neue Sponsoren zu gewinnen, wenn man keine Zuschauer und/oder keine mediale Aufmerksamkeit hat. Hat man keine guten Sponsoren leidet das Niveau und man verliert unter Umständen erst Recht Zuschauer. Zudem hat man als Verband weniger Erfolg, bekommt daraufhin weniger Fördergelder, sodass die Förderung stockt. Also gibt es weniger einheimische Talente in den hohen Ligen, was es für die Zuschauer wieder uninteressanter macht, weil sie sich mit den Teams nicht identifizieren. Das ist ein komplexes System mit vielen Wechselwirkungen, aus dem man sicher Auswege finden muss, damit Tischtennis als tolle Sportart mit vielen Mitgliedern erhalten bleibt. Nur, eine einfache Abfolge von Schritten hin zur Lösung gibt es leider nicht. Es ist nicht so, dass nur ein fleißiger Funktionär sich mal ein Wochenende Zeit nehmen muss, um neue Sponsoren aus dem Hut zu zaubern und Weltstars zurück nach Deutschland zu holen. Genauso wie die TTBL z.B. schleichend schwächer geworden ist, wird sie bei nachhaltiger Arbeit auch nur langsam wieder besser werden und nicht von jetzt auf gleich. Oder: Für jedes komplexe Problem gibt es eine Lösung, die einfach, einleuchtend und falsch ist.
Nochmal: Regeländerungen und den Sport zu verändern ist keine Lösung. Du hast eindeutig Recht damit, dass man zurück zu den Wurzeln muss und dass man auch das, was TT seit jeher ausmacht mal als positiv herausstellen muss, anstatt neue tolle Merkmale zu züchten.
Generelle Anmerkung an alle, nicht nur an Turbo: Wer sich aber im Übrigen über Musik während des Timeouts aufregt, der braucht nicht andererseits Clickball, Darts, Basketball oder Fußball für die tolle Show und Darstellung loben.
|