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Alt 15.04.2017, 09:27
Allsquared Allsquared ist offline
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AW: Roßkopf für Spielzeit-Begrenzung im Tischtennis, Preuß für Netzerhöhung um 2-3 cm

Zitat:
Zitat von Funzel Beitrag anzeigen
Ich wundere mich immer wieder, wenn die Rede davon ist, dass die Regeln in Bezug auf die Attraktivität nichts gebracht hätten. Es ist doch heutzutage überhaupt kein Problem mehr, sich auf Youtube alte Spiele anzusehen. Natürlich sind da nicht alle über einen Kamm zu scheren und es gab unfassbar (auch für den Laien) attraktive Spiele, aber der Großteil der Spiele war nicht im mit den heutigen zu vergleichen. Neulich wurde mir dieses Spiel von Youtube vorgeschlagen:

Walder-Roßkopf EM-VF 1996:

https://www.youtube.com/watch?v=jUfpYig4RtA

Ich halte dieses Spiel zweier der zu der Zeit besten TT-Spieler der Welt aus eigener Erinnerung (die täuschen mag) für relativ repräsentativ.

Wie viele nach heutigen Maßstaben "leichte Fehler" zählt ihr? Wie viele direkte Punkte mit dem Aufschlag? Wie viele "schöne" Ballwechsel und wie kommt euch das mit den 21er-Sätzen in Bezug auf den Spannungsbogen vor?
Zitat:
Zitat von Rudi Endres Beitrag anzeigen
Wir können uns unseren Sport noch so schön reden. Für Laien ist er halt unattraktiv.Wir schnalzen mit der Zunge wenn z.B. ein Patrick Franziska gegen Boll ein perfektioniertes Spiel auf den dritten Ball demonstriert. Der Laie zappt weg. Er sieht Fehler, sonst nichts. Kann es was langweiligeres geben? Daran würden kosmetische Reformen, gleich welcher Art, nichts ändern.
Ich habe diese beiden Beiträge herausgepickt, weil sie meiner Meinung nach schön zwei Seiten derselben Medaille beschreiben, und jeweils ein konkretes Match benennen.
Der erste Beitrag sagt "Tischtennis war damals unattraktiv, weil so viele einfache Fehler passierten."
Der zweite sagt "Tischtennis ist heute unattraktiv, weil immer sofort auf den dritten Ball angegriffen wird."

Beides hängt direkt miteinander zusammen. Je schwieriger Tischtennis ist, um so mehr "leichte" Fehler passieren. Je einfacher Tischtennis ist, um so leichter ist es, sofort anzugreifen. Es war ja das erklärte Ziel, z.B. der Einführung des 40mm-Balls, das Spiel schnittärmer und damit weniger anfällig für leichte (oder für den Zuschauer nicht durchschaubare) Fehler zu machen. Wenn man die beiden Spiele miteinander vergleicht, wurde dieses Ziel erreicht, nur hat man eben die Nebenwirkung (alles wird sofort angreifbar) nicht mit eingepreist.

Aber tatsächlich zeigt dies, dass man aus diesem Dilemma wahrscheinlich nicht so einfach herauskommt.
Es ist nun mal so, dass ein langsames Spiel darauf basiert, den Gegner zu (für den Zuschauer nicht durchschaubaren) Fehlern zu zwingen. Alle Regeländerungen (Zweifarbregel, Veränderung der Noppenlänge, 40mm-Ball, Glattnoppenverbot, egal was man jeweils davon halten mag) waren darauf aus, dies zu unterbinden. Das Ergebnis ist notwendigerweise ein Spiel bei dem möglichst schneller und kompromißloser Angriff die höchsten Erfolgswahrscheinlichkeiten hat.

Es zeigt aber mMn auch ein grundsätzliches Mißverständnis, das bei der Ballgrößendiskussion entsteht. Die einen sagen, der 40mm-Ball hat das Spiel schneller gemacht, die anderen sagen, ginge man auf 38 zurück, wäre es noch schneller. Klar ist, dass ein 38mm-Ball schneller fliegen kann. Die andere Seite meint, es wäre mit 38mm eher möglich einen Ball so zu spielen, dass man eben nicht voll draufgehen kann. Insofern haben wahrscheinlich beide ein bisschen Recht.
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