So, bin jetzt nach insgesamt 6 Stunden Autofahrt aus Stuttgart zurück und muss festhalten: Volleyball Play-Offs sind gegen Tischtennis wie Formel 1 gegen Dreirad fahren.
Unfassbar geile Stimmung, da wird während jedem Ballwechsel mehr geklatscht, getrommelt, gesungen und ausgerastet (wohlgemerkt
während) wie in der TTBL in 3 Jahren in allen Spielen nach den Ballwechseln zusammen. Ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis in der Stuttgarter Scharrena. Lieber würde ich jede Woche 6 Stunden Auto fahren statt irgendein Tischtennisspiel in der Nähe zu schauen - selbst wenn ich Geld dafür kriegen würde. Das kann ich jedem nur empfehlen - wer das einmal miterlebt hat, weiß, was das Problem von Tischtennis ist.
Ach ja: Volleyball kommt übrigens auch nie im Fernsehen, dafür haben die Top-Vereine bei den Damen zwischen 2.000 und 3.000 Fans pro Spiel (wären die Hallen größer, wohl noch mehr). Wen interessierts? Da wird alles getan, um die Spiele vor Ort zu einem tollen Erlebnis zu machen. Ich bin jetzt 6 Stunden gefahren und hatte keine Ahnung, ob das Spiel eine Stunde oder drei Stunden dauert. Hätte auch gut passieren können, dass ich über Nacht wieder heimfahren muss. Interessiert mich das? Nein! Wer es schafft, den Fans solche Erlebnisse zu bieten, hat gewonnen.
Gegen solche Sportevents sieht Tischtennis aus wie Senioren-Kaffeekränzchen mit Kuchen. Dass das niemand sehen will, wundert mich nicht. Volleyball wäre auch gern im Fernsehen aber bevor man sich kaputt reglementiert für utopische Fernsehziele, bietet man lieber vor Ort etwas an, was mich in 2 Wochen sehr gerne wieder zu 6 Stunden Autofahrt bringen wird. Un wenn ich 12 Stunden fahren würde, wär mir auch egal, das ist es auf jeden Fall wert, Tischtennis lockt mich mittlerweile keine 10 Minuten mehr hinterm Ofen hervor.
Timo Patrick Timo Patrick Timo Patrick

