Zitat:
Zitat von Javaguru
Alleine eine Anweisung von oben wird ein unsicherer Schiedsrichter aber auch nicht besser umsetzen, wenn ihm die Sicherheit bei der Beurteilung des Aufschlags und/oder Selbstbewusstsein fehlt.
|
Ich glaube, es gibt noch ein anderes Problem.
Nehmen wir ein normales Spiel - der eine schlägt hier falsch auf und der andere dort, ohne dass sie einander weh tun. Das ist die Praxis. Es beschwert sich ja auch erstmal keiner, nur weil der andere falsch aufschlägt - sondern immer dann, wenn man aufgrund der eigenen Tagesform oder der tatsächlich besonders perfiden Verdeckung schlecht retourniert. Das heißt aber, ein Spiel kann mit nach der Regel falschen Aufschlägen friedlich bis in den Entscheidungssatz gehen.*
Nehmen wir jetzt an, im selben Spiel ahndet der SR ab 0-0 jeden falschen Aufschlag ganz konsequent nach der Regel. Braucht das jemand?
Man hält sich da schon gern zurück - wenn es unter den Spielern keinen Stress gibt, erzeugt man selbst auch keinen.
Wird woanders auch gerne "laufen lassen" genannt.
*(Um es für die unteren Ligen zu verdeutlichen, solange einer harmlos einwirft, fängt man doch keinen Prinzipien-Krieg an, wenn er nur 8 cm oder nicht aus der flachen Hand wirft. Wer weiß denn, ob seine korrekten Aufschläge nicht viel besser sind ... Rollt er aber aus der Hand schnell ein und spielt auch noch gut nach, ja DANN ist aber was los. Und auch die besseren Spieler sind da nicht ausgenommen.)