Zitat:
Zitat von Edward
Ob ein Aufschlag verdeckt ist, kann nur der Gegenspieler entscheiden, den es muss aus seinem Blickwinkel verdeckt sein. Wenn der SR alle Aufschläge abzählt, die für IHN verdeckt sind, dann wirds lustig bei Seitenwechsel.
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Praktisch richtig.
Theoretisch gilt
6.6 Es liegt in der Verantwortlichkeit des Spielers, so aufzuschlagen, dass der Schiedsrichter oder der Schiedsrichter-Assistent überzeugt sein kann,
dass er die Bedingungen der Regeln erfüllt, und jeder der beiden kann entscheiden, dass ein Aufschlag unzulässig ist.
Allerdings wissen wir ja, dass es überwiegend keinen Assistenten gibt. Und wie du ganz richtig sagst, ist von der einen Seite für den SR was zu sehen, von der anderen nicht.
Mir geht´s aber um was anderes.
Erstes Einzel gegen den "Verdecker":
A: "Du, der verdeckt ja wie wir wissen - soll ich abzählen?"
B: "Nö, lass mal, ich krieg die ganz gut."
Passiert also nix.
Zweiter Durchgang. Wieder ist A Schiedsrichter und fragt diesmal C:
"Du, der verdeckt ja wie wir wissen - soll ich abzählen?"
C: "Ja klar, die Aufschläge sind voll übel."
Jetzt zählt also A im zweiten Spiel die gleichen Aufschläge ab.
Das geht so nicht.
Nur zur Klärung, es geht nicht darum ob verdeckt oder nicht. Das wird schon als bekannt vorausgesetzt. Die Frage an den Mitspieler ist, ob das bekannte Verdecken für ihn persönlich nachteilig ist und sanktioniert werden soll. Und das darf eigentlich für die Entscheidung keine Grundlage sein.
Natürlich ist das so praxisgerecht wie sonst eigentlich nichts, da sind wir uns wieder einig: Wenn es nicht weh tut, lass ihn verdecken.
Aber der Aufschläger sagt irgendwann zurecht zum SR: "Also vorhin waren die Aufschläge für dich ok, jetzt sind sie falsch - was denn jetzt?" Und dann hast du als SR mit "Ja einer meiner Jungs kriegt die, der andere nicht" aber so gar kein Argument.