Wie mehrfach in diesem, aber auch in anderen Threads schon gesagt, soll der Fakir eine Alternative zum fragwürdigen Palio BE darstellen.
Diese Aussage ist falsch. 
Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Fakir nicht nur eine Alternative, sondern er ist besser und gefährlicher als der Palio BE. [Ironie an: Danke, DTTB, für diese wunderbare Pressemitteilung, meine Gegner kotzen noch mehr

[Ironie aus].
Warum und vor allem wie ?
Testbericht Fakir ox scharz, gespielt auf andro supercore carbon:
Vorweg: Ich habe den Fakir nicht nur auf dem supercore carbon, sondern auch auf einem Appelgren Allplay Senso V1. Den Palio habe ich außer diesen beiden Hölzern auch auf einem Appelgren Allplay Senso V2 gespielt. Ich spare mir jetzt die alten Elogen auf den Palio, und gehe nur auf die Unterschiede bzw. auf das ein, was vergleichbar oder besser war.
Block auf Topspin: wie Palio, einen Tick kontrollierter, Stop-Blocks waren einfacher zu spielen, US-Entwicklung wie Palio, wenn - wie von anderen berichtet - schlechter, dann allenfalls marginal, also wie vom Palio gewohnt sehr effektiv und gefährlich. Voraussetzung: Man muss sauber hinter dem Ball stehen und ggf. das Blatt etwas schließen.
Druckschupf: Genial einfach, sicher, schnell, flach und gefährlich. Wegen der härteren Noppen des Fakir einfach besser.
Gegenschupf: Wie Palio, ausreichend Flatter, aber weniger als beim Palio (das ist kein Nachteil, das erkläre ich gleich noch).
Überragend und um Längen besser als beim Palio: Angriff
Anders als beim Palio, bei dem Noppenangriffsschläge wie Liften, Kontern oder Schuss nicht immer ganz einfach zu spielen sind und der Ball manchmal wie ein rohes Ei behandelt werden muss, ist das beim Fakir anders. Jeder langsame Ball, vor allem, wenn er US enthält, kann angegriffen werden, und zwar
hart. Ein solcher Ball
muss sogar hart angegriffen werden, weil sich ein harter Angriffsball mit dem Fakir einfacher spielen lässt als ein weicher.
Dabei spielt es keine so große Rolle, ob das ein Schupfball aus dem Spielfluss oder ein Aufschlag war, der US enthielt. Mit Konterbewegung drauf und das wars dann. Die Bälle sind flach, eiern, und können mit äußerster Präzision in die Ecken gespielt werden.
US-Verteidigung: Nicht getestet, weil nicht nötig. Muss ich gesondert ausprobieren.
Flatter: Generell ist beim Fakir etwas weniger Flatter vorhanden als beim Palio. Soll heißen, es flattert, aber Palio flattert mehr. Das ist meiner Meinung nach aber kein Nachteil. Denn die extremen Flatterbälle des Palio trugen im Grunde immer ein knallrot leuchtendes Transparent vor sich her mit der Aufschrift "Ich bin gefährlich". Die Bälle vom Fakir sind nicht weniger gefährlich, aber man sieht es ihnen nicht direkt an, sondern merkt es erst, wenn sie angekommen, sei es durch den Schnitt, sei es durch verzögerten Ballabsprung, durch steil nach unten wegfallende Bälle oder weil - das kenne ich auch vom Palio - der Ball so aussieht, als würde er den Tisch verfehlen, im letzten Moment aber doch noch auf die Linie tropft.
Unter welchen Voraussetzungen ist der Fakir gefährlicher:
Es liegt am Holz.
Auf den Appelgren-Hölzern war der Fakir verglichen mit dem Palio harmlos. Auf dem Carbon-Holz war der Palio auch gefährlicher als auf den Appelgrens, aber nicht in dem Maße wie der Fakir. Der Fakir ist auf dem Carbon-Holz noch gefährlicher - aber nicht auf den ersten Blick, das macht es ja so unangenehm

- als der Palio.
Mein Fazit: Der Fakir ist der würdige Nachfolger des Palio BE, und, auf einem steifen Carbon-Holz (andro supercore carbon, Schlager Carbon, Stiga Carbo 7.6, Stiga Tube carbo, Butterfly VSG-4000, aber bitte nicht das Waldner senso carbon) sogar noch gefährlicher.
Ich sage es deshalb nochmal: Danke, DTTB
Einziger Kritikpunkt, und der richtet sich direkt an Joola: Die Oberflächengestaltung, genauer gesagt: Das riesige Fakir-Logo, das in die Schlagfläche hineinragt. Dieser Teil des Belags ist griffig, wer damit den Ball trifft => Punkt für den Gegner.
Liebe Mitarbeiter und Belag-Entwickler von Joola, bitte habt ein Einsehen und macht das Logo kleiner. So wie das jetzt ist, ist das eine echte Behinderung beim Spiel. Ich verstehe ja, dass ihr das "Nagelbrett" eines indischen Fakirs nachbilden wolltet, aber geht das nicht ein bißchen kleiner? Wäre toll.
Gruß, Volkmar