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Alt 13.05.2017, 19:21
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das_gesäß das_gesäß ist offline
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das_gesäß kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: Materialfrage 6: Holzhärte

Zitat:
Zitat von Lavoisin Beitrag anzeigen
Ich empfinde z.B. das Primorac Carbon als sehr hart, obwohl es ja eigentlich das weiche Hinokifurnier hat. Auch sehr interessant das Holz.
Wie bereits erwähnt ist Hinoki (Zypresse) eher im Bereich Medium anzutreffen. Als Bemessungsgrundlage dient Balsa mit der Kenngröße 4 und Ebenholz mit der Kenngröße 133. Zypresse liegt bei 40. Als weich würde ich das noch nicht bezeichnen. Das Primo Carbon ist deswegen so steif und hart wegen der Tamca 5000 Faser und des relativ dicken Kernfurniers.

Zitat:
Zitat von jcd Beitrag anzeigen
zu 1)
Die Unterschiede vor allem beim Spin sind jedoch nicht sonderlich groß. Viel bedeutender ist die resultierende Flugkurve des Balls. Je nach Spielsystem
Dann teste mal ein klassisches 5 schichtiges Vollholz gegen einen modernen Arylateholz. Die Unterschiede sind im Block des Gegners deutlich zu spüren.
Durch meine Selbstbauaktion habe ich in den letzten 5 Jahren über 150 verschiedene Hölzer in den Händen gehabt und habe so einiges an Vergleichsmöglichkeiten.

Zitat:
Zitat von Bow Beitrag anzeigen
Die Flugkurve ist bei weichen Hölzern ja grundsätzlich etwas höher....
Das stimmt nicht. Die Flugkurve ist erst dann hoch wenn auch weiche Furnier eingesetzt werden. Sowohl Deck als auch Sperrfurnier. Und dann ist auch noch entscheidend ob das Sperrfurnier quer verbaut wurde oder normal. Der Unterschied von beiden Varianten bei beiden, (gleichen Furnierlagen) liegt im Bereich hoher Ballabsprung bis Medium. Wenn man als Sperrfurnier ein hartes Holz verwendet kann man noch immer einen weichen Aufbau aber mit Flacher Flugkurve bekommen. Ist halt nur die Frage ob es gewollt ist.

Zitat:
Zitat von jcd Beitrag anzeigen
Es gibt aber auch Hölzer mit einem elastischen Kern und dünner harter Außenfurnier. Die sind das genaue Gegenteil der Balsahölzer.
Mit Balsaholz hat man einen elastischen Kern., Unter anderen ist es auch deshalb eine Kunst ein Balsaholz nicht hart zu konstruieren ohne das es pappig spielt.

Zitat:
Zitat von jcd Beitrag anzeigen
Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren: Hölzer mit harter Deckfurnier spielen sich linearer dh. hohes Tempo schon bei vergleichsweise langsamen Schlägen.
Das ist schlichtweg falsch. Das harte Außenfurnier ist verantwortlich für die Absenkung der Flugkurve und die Herabsetzung der Biegefreundlichkeit.
Das wirkliche Grundtempo wird durch den Kern bestimmt. Abachi = Flummieffekt, Balsa = Dämpfung

Zitat:
Zitat von jcd Beitrag anzeigen
Bei Hölzern mit weichen aber schnellen Deckfurnieren wie zb. Zypresse wird das Tempo erst bei etwas schnelleren Bällen aufgebaut.
Nein, Siehe oben. Und Zypresse ist eher Medium.

Zitat:
Zitat von jcd Beitrag anzeigen
Weiche Hölzer sind deswegen zwar prinzipiell im Zwischenspiel leichter zu kontrollieren....
Kontrolle ist ein rein Subjektives Verhalten. Der eines Spielt passiv und lässt den Ball machen, der andere Spielt aktiv und geht immer in den Ball. Somit kann nie pauschal gesagt werden ob hart oder weich besser kontrollierbar ist. Der eine brauch halt die Dämpfung für Kontrolle, der andere brauch den Flummieffekt.

Meine persönliche Erfahrung
ist das man so ziemlich alles bauen kann.
Weich und flach, weich und hoch, hart und flach, hart und hoch und alles was dazwischen liegt. Auch kann man allen Varianten einen Flummieffekt oder auch ein Dämpfungseffekt einbauen. Man muss es nur wollen und wissen wie es geht. Jeder hat so sein eigenes Empfinden was er mag und was er nicht mag. Ich spiele gerne Hölzer mit einer weichen Faser und einen hohen Ballabsprung damit ich nach vorne ziehen kann. Das bringt mehr Tempo und mehr Spin und erleichtert den Flip am Tisch enorm. Mein Schläger soll auch nicht so extrem Flummiartig spielen. Stark dämpfen soll er aber auch nicht.
Ich habe für mich die Bestmögliche Furnierkombi gefunden.
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