Block-/Konter-/Schussspieler gehören zu den aussterbenden Rassen. Ganz wie Dinosaurier. Bei den Damen gibt es noch einige Spielerinnen in der erweiterten Weltspitze, die das System spielen. Bei den Herren nicht.
Und die wenigen Aktiven in diesem Bereich, können ebenfalls einen Topspin spielen!
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Zitat von martinspin
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass für alle das variable TS-Spiel das bestet Spielsystem ist.
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Es gibt nicht DAS variable TS-System. Timo Boll, Wang Hao, Kreanga, alle agieren mit Spin. Spielen sie deshalb alle gleich?
Und selbstverständlich muss nicht jeder so spielen. Hat Joachim auch nicht behauptet. Behaupte ich auch nicht. Aber der Topspin muss sein! Was soll das arme Kind sonst machen, wenn sie einen Gegner hat, der mit viel Unterschnitt agiert und im Schupfspiel viel sicherer ist?
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Die allermeisten Jungendlichen, die zum Anfängertraining kommen, haben einen riesen Spass am VH-Schuss, sobald sie das mal drauf haben. Die Spielen noch ganz klar vorwärts und sind sehr offensiv.
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Sind sie so auch erfolgreich? Nur mit den Schlägen Kontern, Block und Schuss? Diese Schläge reichen einfach nicht mehr zum Erfolg aus.
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Irgendwann kommt dann der TS an die Reihe und plötzlich muss der Abstand zum Tisch vergrössert werden, weil die grössere Bewegung mehr Zeit und Umfang benötigt. Die grosse Gefahr, die ich darin sehe, ist der Verlust der ursprünglichen Offensivlust.
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Nur eine Frage der Einführung. Eigentlich werden die Kinder damit offensiver! Denn jetzt können sie auch auf Unterschnitt agressiv spielen! Außerdem ist der Bewegungsumfang nicht so viel größer. Und man hat mehr Zeit, da Schnittbälle nicht so schnell sind wie Konterbälle. Und die Kinder dürften ja seit der Einführung des Konters inzwischen eine deutlich bessere Wahrnehmung haben, so antizipieren sie früher den Ball in die VH-Seite... wieder mehr Zeit! Und sie können den Ball etwas fallen lassen.
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Jetzt konzentriert sich alles auf die schwierigere Schlag- und Beinarbeitstechnik.
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Wieso schwieriger? Alles eine Frage der Einführung.
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Nicht selten, wird der Schuss gar nicht mehr praktiziert und es wird versucht mit Rotation zu punkten
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Ja weißt du, du willst ihnen doch kein Spielsystem aufzwingen. Also lass ihnen doch diese Möglichkeit. Wer mit einem Schuss punkten will und sich dabei sicherer fühlt, der wird das sicherlich tun.
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Meine Vision geht dahin, dass die Trainer schneller erkennen könnten, in welche Richtung es bei den einzelnen Jugendlichen geht und dass früher die Techniken zum bevorzugten Spielsystem erlernt werden. Macht doch keinen Sinn, einem DEF-veranlagten Typ den RH-TS beizubringen.
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Doch! Das macht sogar sehr viel Sinn! Zunächst einmal im Sinne einer allgemeinen Tischtennisausbildung. Der DEF-Spieler weiß dann auch, wie der RH-Topspin des Gegners funktioniert, was passiert, welche Rotation der Ball hat usw. Und vielleicht dreht er gar den Schläger und greift selber auch einmal mit der RH an. Nicht zufällig zählt Schüler-Europameister Ruwen Filus, ein Abwehrer, den RH-T zu seinen Spezialschlägen!
Und wie willst du das richtige Spielsystem erkennen? Siehst du es den Kindern an der Nase an? Oder teilst du einfach ein? Du musst ihnen doch zunächst eine einheitliche Ausbildung geben und dann kannst du gucken: Ok, der spielt das gut und gerne, dann führe ich ihn in diese Richtung. Die Kinder kommen auch auf ganz eigene Ideen. Mich fragte ein Bub, ob es auch einen VH-Schupf von weiter hinten gäbe... hatte er sich wohl mal abgeguckt und wollte er unbedingt lernen. Wir habens mal probiert und es läuft einigermaßen. Inzwischen bringe ich ihm auch die Abwehrtechniken bei, wobei ich schwerpunktmäßig mit ihm immer noch die gleichen Übungen spielen lasse, wie mit den anderen.
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Natürlich spielt dann auch das Material eine Rolle.
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Material wird überbewertet in diesem Forum. Entscheidend ist immer noch der Spieler und seine Technik.