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Zitat von martinspin
Wenn du dich bei der TT-Methodik auf die internationale Ebene abstützst und das auf das Anfängertraining überträgst, hast du von deinem Standpunkt sicher recht. Nur kann man sich schon fragen, ob solche Übertragungen auch sinnvoll sind für das Training im Amateurbereich. Insofern machen es die Chinesen intelligenter, denn sie bilden jedes Spielsystem aus. Meines Wissens geschieht diese Spezialisierung schon sehr früh.
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Und genau diese Chinesen achten sehr genau auf das was in der Spitze passiert und passen ihr Training daran an. Diese Übertragungen sind sicherlich sinnvoll, weil sich der Sport von oben nach unten weiterentwickelt. Was in der Spitze kommt, zieht sich über kurz oder lang nach unten durch (Beispiele sind: Schwammbeläge, Frischkleben, moderne Technik)
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Zitat von martinspin
Ich glaube wir reden irgendwie aneinander vorbei! Meine erste Aussage basierte auf der Überlegung, erst einmal eine Art TS zu erlernen mit mehr geöffnetem Schlägerblatt. Die Bewegung wäre dann näher am Konter. Hab klar beschrieben, dass sie mit dieser Technik auch in der Lage ist, US-Bälle leicht anzuziehen
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Wäre sie aber nur, solange da nicht wirklich Unterschnitt kommt. Sonst geht das nicht mehr: limitiert.
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Zitat von martinspin
und dann beim nächsten Ball zu ihrem Konter/Schuss-Spiel überzugehen. Habe das am Mittwoch Abend selbst ausprobiert. So lange der Ball auf dem höchsten Punkt gespielt wird, klappt das wunderbar. Ist einfach ein anderes System, ob du den Ball in der fallenden Phase ziehst oder auf dem höchsten Punkt. Die Flips werden auch in dieser zweiten Art gespielt.
Wenn das Mädchen dann sicher die US-Bälle anziehen kann (ohne grossen Spin) kann sie in 90% der Fälle zu ihrem Konter/Schuss-System übergehen, da die Bälle meistens geblockt zurückkommen. Würde sie jetzt noch zusätzlich mit KN gegen US spielen, wäre sie in der Lage, zu höhe US-Bälle abzuschiessen. Damit wäre sie dann auch an ihrem Ziel. Vielleicht möchte sie ja nicht unter die Top 100 der Welt gelangen und einfach Spass haben und zu ihrem persönlichen Stil finden.
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Und dazu ist es notwendig eine Technik zu lernen, die einem nicht alle Möglichkeiten bietet?
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Zitat von martinspin
Zwischen Timo und den beiden anderen würde ich schon unterscheiden. Mindestens momentan ist Timo klar der VH-TS-Spieler. Im Unterschied zur EM 2003 versucht er 2004 nach jedem VH-TS sofort wieder in die VH-Grundstellung rechts der Mittellinie (für Linkshänder) zu gelangen. Kreanga und Wang Hao spielen beide variabeles TS-Spiel, das mit beidseitigen TS's Druck macht. Die Schlägerhaltung ist nicht gleich, das System aber sehr ähnlich. Beide operieren sowohl am Tisch als auch aus der Halbdistanz. Dieses Thema über die Spielsysteme und welches ist das bessere und so weiter finde ich einfach müssig. Am Besten ist es, jeder findet zu seinem eigenen System und Stil, hat Spass daran und ist dann auch am ehesten erfolgreich. Die Vergleiche zwischen Profis und Amateuren sind einfach nicht so glücklich.
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Naja, Wang Hao und Kreanga unterscheiden sich ja doch enorm in ihrem Spielsystem. Nach Deiner Beschreibung spielt ja auch Timo das gleiche System. Aber die Diskussion über das System hat ja nichts mit einer die spielerischen Möglichkeiten einschränkenden Technikschulung im Anfängerbereich zu tun.
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Zitat von martinspin
Joachim hat überhaupt nichts behauptet.
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Doch.
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Zitat von martinspin
Hat sich im Gegensatz zu dir erst gar nicht auf eine Diskussion eingelassen.
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Ich antworte hier dann wenn es mir passt und nicht wenn es jemand erwartet. Und bei entsprechend haarsträubend Vorschlägen schreibe ich auch entsprechende Antworten.
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Zitat von martinspin
Dass dann halt der Stil meinerseits anderst wird, versteht sich aus meiner Sicht von selbst. Wir sind ja schliesslich zum diskutieren hier und nicht zum Recht behalten!
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Ich bin nicht davon ausgegangen, dass Du nicht weisst, welches Element fehlt, nachdem Du es vorher selbst beschrieben hast:
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Zitat von martinspin
2. Weniger tangentiales Streifen
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Zitat von martinspin
Stimmt das System von Innen heraus, kommt auch der persönliche Erfolg. Nicht jeder möchte unter die Top 100 der Welt kommen!
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Unstrittig, aber warum muß man dann diese Spieler in ihren Möglichkeiten von Anfang an beschränken?
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Zitat von martinspin
Schau Dragonspin. Da reden wir wieder aneinader vorbei. Hab halt auf das provokative Posting von Joachim ebenfalls die provokative These aufgestellt, dass für 50% der Leute, das schnelle Spiel mit Konter, Schuss, schnellen TS's und schnelle Block geeigneter ist. Meine Meinung ist die, dass jeder möglichst zu seinem passenden Spielsystem und seinem Stil findet soll. Aus diesem Grund passt deine Wahrnehmung nicht sehr genau.
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Sorry, aber Du hast den Kritikpunkt an Deinen Behauptungen nicht verstanden. Mit dragonspin und mir hast Du mit Sicherheit zwei Trainer, die Dir zu dieser These
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Zitat von martinspin
Meine Meinung ist die, dass jeder möglichst zu seinem passenden Spielsystem und seinem Stil findet soll.
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100%ige Zustimmung geben würden. Nur Deinen Weg finde ich sehr erschreckend. Wenn Du mal nach Postings von dragonspin und mir suchst, wirst Du feststellen, dass wir beide oft genug andere Wege gegangen sind und gehen und dafür - zumindest ich - auch schon genug "Prügel" im Forum eingesteckt haben.
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Zitat von martinspin
Bin mit dir absolut einverstanden, dass eine allgemeine Ausbildung zu begrüssen ist. Wenn sich schon früh abzeichnet, dass ein Jugendlicher eine starke Neigung für ein bestimmtes Spielsystem hat, würde ich das unterstützen.
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Kein Widerspruch solange das nicht bedeutet, daß der Spieler durch spezielle Technik direkt (zu früh) kastriert wird. Wenn Du suchst, wirst Du aber ein Beispiel von mir finden, wo ich eine Spielerin sehr frühzeitig auf der RH mit Anti hab spielen lassen.
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Zitat von martinspin
Mit einer sehr systematischen Methodik könnte es möglich sein, relativ früh zu erkenne, in welche Richtung es geht. Momentan bin ich auch dran, ein solches System zu entwickeln. Werde mich melden sobald ich soweit bin.
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Das bezweifle ich stark. Eine Methodik halte ich für sehr stark fehlerbehaftet. Mit entsprechender Erfahrung und entsprechendem Know-How als Trainer mag es möglich sein, ist jedoch jedesmal eine Einzelfallentscheidung und daher für viele Trainer sehr, sehr schwer bis unmöglich zu treffen und da liegt das Problem.
Eins noch der Vollständigkeit halber:
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Zitat von martinspin
Bist du dabei, um zu diskutieren und dich auf die Meinungen anderer einzulassen oder brauchst du das nicht mehr und nimmst dir alle Freiheiten, die Meinung anderer zu verurteilen?
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Ich bin hier um Infos zu lesen, Meinungen zu lesen und meine Meinung loszuwerden. Manchmal wird daraus eine Diskussion. Ich nehme mir allerdings durchaus die Freiheit auch meine Meinung zu einer anderen Meinung zu schreiben. Wer damit nicht umgehen kann, darf mich gerne ignorieren. Und ich bin auch bereit mich auf andere Meinungen einzulassen, wenn es gute Argumente dafür gibt, aber eben erst dann.
Übrigens: Ich antworte durchaus auf Nachfragen, sogar auf solche, die mir komisch vorkommen.
Viele Grüße
Joachim