Die Schiedsrichter werden vor dem Turnier sicherlich gebrieft, allerdings nicht bei den guten Spielern auf den Aufschlag zu achten, sondern bei denen, die konstant falsch aufschlagen. Klar bewegen sich viele Profis im Dunkelgrauen-Bereich, viele sind aber in der Lage, ihre Angaben bei Problemen entsprechend anzupassen.
Das Solja immer hinter ihrem Kopf serviert sollte ihr selber klar sein; nur muss sie für den Fall der Fälle eine Alternative in der Hinterhand haben. Dann quasi gezwungen werden mit der Rückhand aufzuschlagen (was sie nach eigener Aussage so gut wie nie übt) ist das Problem. Es ist halt immer ein Ausloten zwischen Spieler und Schiedsrichter.
Mima Ito hat gestern z. B. in so einer Situation besser reagiert. Da wurde einer abgezählt und dann wird halt so angepasst, dass es dem Schiedsrichter wieder passt. Auf die Idee einer Rückhandangabe mit der Noppe kam sie nur einmal aus Verzweiflung.
Als Profi muss man also wissen, wie die eigene Angabe ist und Alternativen bereit halten. Auch muss man darauf gefasst sein, dass mal einer der Falschen abgezählt wird.