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Zitat von Cheftrainer
Es geht halt auch um Alter und Perspektive.
Aber obwohl ich Dorheimer bin kann ich diese Nominierung auch nicht nachvollziehen. Meiner Meinung nach ist der Punke- und Leistungsabstand zu den übergangenen Spielern einfach zu groß. Man darf nicht vergessen, dass Schreitz bei den Südwestdeutschen der Jugend die Gruppe nicht überlebt hat.
Irgendwo scheint in den Köpfen der Verantwortlichen rumzugeistern, dass man nur gut wird, wenn man alle möglichen Veranstaltungen spielt. Und das selbst dann, wenn es noch nicht für eine reguläre Qualifikation gereicht hat.
Andi wird sich für diese Veranstaltung noch oft genug auf regulärem Wege qualifizieren. Ich denke auch nicht, dass ein Schüler zu wenige Veranstaltungen hat, wenn er nicht noch zu allen möglichen Veranstaltungen nominiert wird, die er eben nicht durch eine erbrachte Leistung erreicht hat.
Gerade ein Schüler hat schließlich neben den Veranstaltungen in seiner Altersklasse (bis zu den Top 12 Deutsche). Noch die Verbandsebene und ggf. Südwestebene bei der Jugend. Dazu kommen Herrenturniere. Insofern kann ich die absolute Notwendigkeit für eine Nominierung gerade bei einem derart großen Leistungsunterschied zu den "Übergangenen" nicht nachvollziehen.
Man darf nicht vergessen, dass es neben einem riesigen Punkteunterschied auch noch konkret um "Halbfinale Südwestdeutsche" im Vergleich zu "Ausscheiden in der Vorgruppe" geht.
Auch wie andere vor mir möchte ich hier noch mal betonen, dass die Spieler dafür nichts können. Eine Ablehnung ist ja nicht möglich.
Mir ist in den letzten Jahren immer mehr aufgefallen, dass sich bei Hessenveranstaltungen eine 2-Klassengesellschaft bildet. Damit meine ich keineswegs irgendwelche Nominierungsfragen sondern lediglich die Tatsache, dass alle Nicht-Kaderspieler zusammenhalten wenn es gegen Kader geht. Hier scheint es inzwischen ein "Feindbild" zu geben, das ungewollt von den Verantwortlichen die derartige Nominierungsentscheidungen zu verantworten haben geschaffen bzw. genährt wird. Umgekehrt ist das allerdings genauso und wird von den verantwortlichen Trainern (eventuell unbewusst?!) auch noch gefördert. Die Kaderspieler und alle Eltern feuern auch andere Kaderspieler an wenn es gegen Nicht-Kader geht.
Auf Südwest- oder Bundesebene finde ich das natürlich gut, wenn Hessen eben geschlossen antritt. Aber das diese Frontenbildung sich auch auf der Hessenebene bereits abzeichnen ist eine bedenkliche Entwicklung.
Dort sollte man für seinen Verein und vor allem für sich selbst antreten. Und nicht in einer Gruppe von Kaderspielern, die keinesfalls gegen einen Nicht-Kaderspieler verlieren darf!
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Natürlich kann man diese Entwicklung einer "2-Klassengesellschaft" sehen, aber ich finde, das ist ganz normal. Wenn sich die Kaderspieler 3-4mal die Woche im Training sehen, entwickeln sich nunmal Freundschaften und unter Freunden kann man sicherlich auch füreinander klatschen. Und es klatscht ja jeder Kaderspieler nicht für alle anderen Kaderspieler sondern nur für ein paar. Und dieses Verhalten sieht man ja auch bei den Nichtkaderspielern: Wer sich kennt, der klatscht auch mal für diesen.
=> Also eigentlich finde ich diese Geschlossenheit der Kaderspieler sehr gut auch im Hinblick auf die Turniere auf höherer Ebene, aber die Nichtkaderspieler sollten mehr eingebunden werden. Aber manchmal denke ich auch, dass die Nichtkaderspieler gar nicht dazu gehören wollen!?
Dass die Nichtkaderspieler verärgert auf die Kaderspieler sind, weil diese bei Nominierungen bevorzugt werden, ist klar. Doch man muss sagen, dass die Kaderspieler ihre Nominierung oft mit guten Leistungen entweder bei dieser Veranstaltung oder irgendwann später zurückzahlen. Ansonsten sind auch sie aus dem Kader draußen und profitieren nicht mehr vom Kaderstatus.
Doch bei so einem großen Punkterückstand von Schreitz zu Groh darf man wirklich nicht nach Alter und Perspektive gehen. Aber jetzt ist es eh zu spät...
Gruß, tt-freaky