@Martho
Schau dir mal Fensterung/Fensterfunktionen in der FFT an, anscheinend fehlt dir dieser Baustein im Gedankengebäude.
Vielleicht einfach mal praktisch, wie es sich bei einem Vollholz darstellt in drei Bildern:
Bild 1 der Ping mit einem TT-Ball in der Zeitdomäne.
Bild 2 der Ping in der Frequenzdomäne (Spektrum, Fenster 2048 Samples)
Bild 3 Ausklingen der Spektralanteile über der Zeit (Spectrogram)
Natürlich könnte man mit diesen Parametern noch etwas spielen, um die Genauigkeit weiter zu erhöhen, aber um einen Eindruck von der Grundfrequenz zu bekommen, sollte es reichen. Das Spektrogramm in Bild 3 zeigt schließlich, wie die einzelnen Frequenzanteile über die Zeit unterschiedlich lang und intensiv ausklingen.
Wenn ich mir diverse Pings so anschaue, scheint es zu Beginn immer eine abgesetzte Phase mit etwas anderem Schwingungsmuster zu geben. Ich vermute, daß diese die Aufprallphase des Balls charakterisiert. Während er das Holz trifft, sich eindrückt und wieder herausfedert entstehen bereits Luftdruckschwankungen, welche als Schall aufgenommen werden.
Die Masse des schwingenden Blattes ist in dieser Zeit wohl kurzzeitig um die Masse des berührenden Balles erhöht. Sobald der Ball vom Holz wieder abfliegt, kann das Schlägerblatt frei ausschwingen. Wenn sich diese zwei Phasen anhand der Schwingung zeitlich ablesen lassen, hat man vielleicht noch zusätzlich ein Maß für die Ballkontaktzeit eines Holzes.