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AW: Nittaku Flyatt Spin
Nach 2 Trainings nun ein erster Bericht zum Flyatt Spin:
- auf Waldner Senso Carbon in 1.8
- gespielt auf der Rückhand
- mein Spiellevel: (in CH, C6-7, früher Kreisliga in BW)
Ich habe mir den Flyatt Spin von der WM zum Sonderpreis von 27,- geholt. Bin auf der Rückhand am testen, weil ich im Spiel mit (mittel)schnellen Tensoren einfach keine Sicherheit und kein Selbstbewusstsein (v.a. Aufschlagannahme, Block) bekomme. Deshalb hatte ich vor kurzem schon den Xiom Musa I getestet und jetzt parallel zum Flyatt Spin noch den Vega Intro.
Nach zwei Trainingseinheiten bin ich äussert positiv überrascht vom Flyatt Spin.
Die Grundcharakteristik ist nicht die eines Tensors, nicht mal wenn man es mit dem Vega Intro vergleicht. Der Schwamm ist mittelhart, das Obergummi recht straff, was eine mittelharte bis harte Gesamthärte ergibt (Rozena auf der Rückseite ist ähnlich hart).
Gegenüber Klassikern wie dem Musa ist der Flyatt Spin aber deutlich lebendiger, auch wenn der Tensortypische “Klick” fehlt. Man muss beim Kontern arbeiten, aktiv spielen. Dann ist der Flyatt Spin aber schneller als ein Musa (andere Klassiker habe ich schon lange nicht mehr gespielt; könnte aber sein, dass der Flyatt Spin sich da generell lebendiger spielt). Spielt sich ähnlich schnell wie der Vega Intro; minimal langsamer im Grundtempo.
Im Blockspiel spielt sich der Flyatt Spin sehr gut. Im Gegensatz zum Musa ist auch hier deutlich mehr Tempo vorhanden. Der Belag reagiert aber sehr vorhersagbar. Mit Tensoren wie dem Aurus Soft hatte ich immer dann Probleme beim Blocken, wenn der Gegner Schnitt oder Geschwindigkeit zu sehr variiert. Das ist mit dem Flyatt Spin einfacher. Man muss dennoch den Schlägerwinkel sauber setzen, da der Belag keinen besonders flachen Ballabsprung besitzt (Musa deutlich flacher).
Bei Topspin kommt der mittelhohe Ballabsprung (im Vergleich zu anderen Klassikern) zum Tragen. Ich konnte gut eröffnen und nachziehen. Beim gut getroffenen Bällen mit exaktem Balltreffpunkt und gutem Handgelenkeinsatz (RH) ist dann für einen Nicht-Tensor auch einiges an Spin und Speed im Ball.
Im Spiel zeigte sich die grösste Stärke des Flaytt Spin. In der Aufschlagannahme war ich fast durchwegs fähig aktiv mit mittelschnellen Flips, aggressiven Unter- und Seitschnittbällen und mit sicheren, platzierten Topspin zu eröffnen. Man spürt den Ball gut und er lässt sich aufgrund des ordenlichen Ballabsprungs schön führen und Spin erzeugen. Selbst mit dem Vega Intro hatte ich deutlich mehr Probleme in der Annahme.
Dabei war das Spin- und Speedniveau meiner Schläge auf Augenhöhe mit den Rückschlägen mit dem Vega Intro (aber natürlich niedriger als eine gut getroffene Eröffnung mit dem Aurus Soft, den ich auch schon längere Zeit auf der RH hatte)
Fazit: Ich würde den Flyatt Spin allen empfehlen, die gerne aktiv mit der RH arbeiten wollen, denen aber die Sicherheit und damit das Selbstbewusstsein mit Tensoren fehlt. Der Belag spielt sich lebendiger als ein Klassiker (wie der Musa), aber “konsistenter” und variabler als ein langsamer(er) ESN-Tensor (Vega Intro, Ventus Spin).
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