|
AW: Helmut Kohl ist tot
Bei Kohl wird auch die Geschichte gerne verdreht.
Schaltet man heute den Fernseher ein, dann kommt es rüber, als ob in den 80ern alles nur "Anti-Atomkraft" und "Abrüstung" oder auch "Hausbesetzer" war.
Diese ganze "Friedensbewegung" war aber eine Minderheit, die jetzt im Fernsehen als damaliger Mainstream falsch dargestellt wurde.
Kohl hat 83 und 87 die Wahl klar gewonnen (87 gegen Rau) und, trotz Problemen, 94 auch gewonnen.
Zwischen 96 und 98 hat Oskar Lafontaine im Bundesrat sämtliche Bemühungen der CDU ohne Grund blockiert, einzig und alleine der Machtübernahme geschuldet.
Natürlich hat er machtorientiert gehandelt, wie jeder andere Kanzler auch.
Man darf auch nicht vergessen, dass er uns aus diversen Kriegen mehr oder minder "rausgekauft" hat.
Vergleicht man seine Zeit mit den Politiken, die danach kamen, da hat doch heute kaum jemand das entsprechende Format.
Wenn ich mich erinnere, wie man damals (1992) schnell die erste Asylschwemme in den Griff bekam und dagegen die Unfähigkeit von Merkel 2015 setzt, dann kann man nur rekapitulieren, dass da jemand am Werk war, der noch den Durchblick hatte.
Echte Flüchtlinge, z. B. aus Jugoslawien, wurden damals auch aufgenommen. Allerdings haben sie das Land nach Befriedung des Gebietes wieder verlassen müssen und die damaligen "Scheinasylanten" waren ratz fatz wieder weg.
Kohl ist und bleibt der am meisten unterschätzte Politiker der Nachkriegszeit. Allerdings auch DAS (neben Strauß) Feindbild der Linksintellektuellen.
|