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AW: Deutsche Mannschaftsmeisterschaften Senioren in Schwarzenbek 2017
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'Doppelte' Spielberechtigungen für Senioren
Nicht nur Schüler und Jugendliche, auch Erwachsene ab dem 40. Lebensjahr können ab der Vorrunde der Saison 2016/2017 für einen zweiten Verein starten – im Mannschaftsspielbetrieb der Senioren. Im Mannschaftsspielbetrieb der Erwachsenen sowie bei Einzel-Turnieren im Erwachsenen- und Seniorenbereich laufen sie nach wie vor für ihren Stammverein auf. ByTTV-Geschäftsführer Matthias erläutert die Hintergründe und mögliche Vorteile der neuen Regelung: "In Bayern, aber auch in anderen Verbänden war es bisher kaum möglich, einen Ligaspielbetrieb für Senioren auf die Beine zu stellen. Denn für viele Vereine ist es schwierig, überhaupt Seniorenmannschaften und dann auch solche von ungefähr gleicher Spielstärke zu bilden." Man wolle die Senioren auch auf unterstem Spiellevel für einen Wettspielbetrieb gewinnen. "Spieler mit allen Spielstärken sollten im Tischtennis altersgerecht in einem organisierten Ligaspielbetrieb antreten können", findet der 52-Jährige.
Mögliche Nachteile sehen in der altersbezogenen Spielberechtigung für die Senioren Verbände, die auch jetzt schon einen gut funktionierenden Seniorenspielbetrieb haben. "Die befürchten, dass ihre bisherige Struktur verfälscht wird, sich manche Spieler im Seniorenbereich 'zusammenrotten', um dann bei beispielsweise nationalen Senioren-Mannschaftsmeisterschaften auf Titeljagd zu gehen. Um diese Befürchtungen zu entkräften und eine Wettkampfmanipulation zu vermeiden, könnte die Einsatzberechtigung auf Bundesebene dahingehend beschränkt werden, dass nur Senioren-Mannschaften an diesen Wettkämpfen teilnehmen dürfen, deren Spieler in diesem Verein auch ihre Stammspielberechtigung haben oder die in ihrer Zweitvereins-Mannschaft eine gewisse Anzahl an Einsätzen vorweisen können", erklärt Matthias, der ergänzt: "Wir werden die Entwicklungen genau beobachten. Abschaffen kann man so eine Neuerung sofort wieder, wenn sie sich negativ auswirkt. Aber in der heutigen Zeit mit rückläufigen Mitgliederzahlen, demografischer Entwicklung und gesellschaftlichen Trends müssen wir etwas tun und ausprobieren, um den geänderten Lebensverhältnissen Rechnung zu tragen. Es muss mehr flexible und 'kundenorientierte' Angebote am Tischtennis-Sportmarkt geben", so der 52-Jährige zum Abschluss.
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