Zitat:
Zitat von Armendariz
@Gangarth:
Eine Schätzfrage für dich, da du ja ziemlich Ahnung vom japanischen TT hast:
Wie viele Spieler und Spielerinnen in Japan können dort von ihrem Einkommen leben?
Wie viele haben "ausgesorgt", in dem Sinne, dass sie sich und ihre Familie ihr Leben lang ernähren können, ohne zu arbeiten?
Kann das ein Mizutani, Koki Niwa oder Matsudaira, oder Fukuhara, Hirano...? Was macht Shiono nach seiner extrem kurzen internationalen Karriere eigentlich?
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Schätzen ist immer schwierig.
Leben werden wohl mindestens alle Profispieler/-innen vom TT und das sind in Japan nicht wenige. "Ausgesorgt" haben wird noch nicht jeder (wenn selbst ein Timo Boll das noch nicht geschafft haben soll). Dennoch werden die meisten nach ihrer Karriere gut vorbereitet und mit viel Geld ausgestattet ins "richtige Leben" starten können.
Viele Spieler, die nicht zur absoluten Spitze gehören, haben so z. B. einen Job bei ihrem Arbeitgeber in der
JTTL (Firmenliga), den sie auch nach der aktiven Karriere weiter ausüben können. In den japanischen Medien kann man fast immer in den Artikel hinter dem Namen der Spieler deren Firmenzugehörigkeit sehen (Name der Schule oder Uni bei Schülern/Studenten). Ich stelle es mir ähnlich einem Berufssoldaten vor, auch wenn ich noch nichts genaues darüber gefunden habe, wie die Anstellungen dort genau geregelt sind.
Ein "Professionalisierung" findet schon in frühen Kindheitstagen an. Das geht von der Ausrüstung, über Trainingsmöglichkeiten, Trainer, Sparringspartner usw.
Teilnahmen an der World Tour werden entweder vom Nationalteam bezahlt oder werden privat finaziert (Arbeitgeber, Schule, Uni).
Hier der Link zu japanischen Verband;
hier der Link zu den aktuell laufenden China-Open. Unten auf der Seite gibt es alle Informationen zu den Spielern und den Betreuern etc.
Miu Hirano hat so z. B. vom JOC ein mehrere Millionen Euro schweres Budget zur Verfügung bis 2020. Davon wird dann ihr Trainingsstab (Trainer, Sparringspartner, Masseur, etc.) bezahlt, aber auch mögliche Reisen usw. Der Kontrakt in der Super-League soll auch damit zusammen hängen.
Mizutani, Fukuhara und Ishikawa werden sich keine Gedanken machen müssen, die sind alle mehrfache Millionäre. Diese im Besonderen durch Werbung etc.
Die wenigsten der Nationalspieler haben nur eine kurze schulische Laufbahn (Abschluss nach der Junior Highschool). Es gibt auch bei denen genügend Profis, die gleichzeitig studieren. Das geht dort teilweise sehr gut, da einige Unis eine professionelle Trainingsumgebung mit Profitrainern haben. Dem Übergang in einen normalen Beruf sollte also kaum ein Problem darstellen.
Wenn ich es richtig mitbekommen habe, arbeitet Shiono jetzt für STIGA-Japan!? Er ist anscheinend also von DONIC weg.