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Alt 01.07.2017, 11:14
pibach pibach ist offline
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AW: Ballkontaktzeit mit dem Belag?

Zitat:
Zitat von Schrottkopf Beitrag anzeigen
Fehlt in dieser Betrachtung nicht irgendwo noch der Bezug zum Winkel?
Unter der Annahme, dass es ideale Federn sind, sich die Überlagerung der Materialien so annähern lässt und diese Federn nicht durchschlagen, würde der Winkel (und auch der Kontaktweg) keine Rolle spielen.
In der Realität sind es aber keine idealen Federn (sondern Polymere bzw. Holz oder Ball in Kombination). Die Kraft-Dehnungs-Kurve ist also nicht linear, sondern mit Progression. Und zwar so stark, dass das Federmodell hier nicht passt.

Außerdem ist der Schläger in der Realität nicht fix montiert, sondern in der Hand eines Spielers. Das Resonanzverhalten der Komponente Hand (z.B. beim passiven Block, also ohne "aktiven" Bewegungsbeitrag) müsste man in das Modell einbeziehen.

Aktiv gespielt kann der Bewegungsablauf beschleunigt und ggf. auch gekrümmt sein. Der Spieler führt den Schläger dem Ball nach und gibt dabei weiter etwas Energie zur Beschleunigung ein. Zusätzlich kann der Spieler den Anstellwinkel verändern, und/oder den Schläger auch in einem Bogen führen. Dadurch lässt sich das Absprungverhalten beeinflussen, also das Resonanzverhalten des orthogonalen bzw. tangentialen Anteils.

Maximale Kontaktzeit und maximaler Spin ergibt sich, wenn die orthogonale Kontaktphase zeitgleich mit der tangentialen Kontaktphase beendet wird, der Belag also die gesamte in der Belagscherung gespeicherte Energie wieder an den Ball abgegeben kann.

Geändert von pibach (01.07.2017 um 11:26 Uhr)
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