|
AW: Ballkontaktzeit mit dem Belag?
Obacht pibach,
ich hatte bewusst vorsichtig formuliert, daß die Kontaktzeit mit der Periodendauer der dominanten Spektralfrequenz korrelieren könnte, und nicht, daß die Kontakzeit die Periodendauer einer ganzen Membranschwingung sei. Korrelation ist ungleich Kausalität!
Meine Vermutung geht eher in die Richtung, daß wir während des Einschlags etwas kompliziertere Schwingungsverhältnisse haben. Die Membran- und die (Kartoffel)Chip-Schwingung könnten sich überlagern. Es geht sowieso vom Aufreffpunkt zunächst eine Schockwelle zu den Rändern des Blattes und von dort wieder zurück. Beide Schwingungsmuster könnten so angeregt werden und sollten sich auch leicht überlagern können, da die Chipform in der Mitte einen Ruhepol hat, welcher auf der Membranschwingung "aufsitzen" könnte.
Eine weitere Besonderheit des Impacts ist auch, daß der kräftige Impuls (m*v) des Balls hier noch mit dem Schläger wechselwirkt und er praktisch eine Masseeinheit mit ihm bildet.
Wenn ich mir in meinen bereits vorhandenen Wavefiles die ersten paar ms etwa näher anschaue, scheint sich dort ein gewisses Muster zu zeigen, was m.E. mit der Überlagerung von Membran- und Chip-Schwingung vereinbar wäre.
Erst wenn der Ball sich nach den ersten Schallwellen dieser überlagerten Schwingung ablöst, kann der Schläger in seine stabileren Resonanzen übergehen, je nachdem, wie selektiv sie dann im zeitlichen Verlauf vom Belag und Schlägermaterial gedämpft werden.
So eine vermutete Impactphase meines Samsonov Alpha habe ich unten einmal beispielhaft abgebildet und meine Hypothese ist, daß sich etwa an dieser Stelle der Ball vom Schläger löst. Wie man sieht, entspricht die Markierung 64 Samples, was bei 44100 Hz Samplerate eine Zeitdauer von 1.5 ms bedeutet.
Geändert von Haureinis Tango (03.07.2017 um 20:38 Uhr)
|