Zitat:
Zitat von Armendariz
Wenn Petar hier über Prostitution und Zahnarztbesuche redet, hat man den Eindruck, Tischtennis wäre ein lebendes Wesen, an dem laufend irgendwelche schmerzhaften, widerwärtigen Versuche getestet werden 
|
So fühlt es sich für sehr viele Spieler auch an.
Zitat:
Zitat von Armendariz
Jetzt ist es natürlich sinnvoll zu schauen, wie man den Spitzensport so regeln kann, dass möglichst viele Leute Spaß dran haben, es zu spielen und zuzuschauen.
|
Warum muss man dabei zwingend den Spitzensport im Blick haben ?
Über 99 % der Spieler sind da nicht beteiligt und haben ganz andere Bedürfnisse und Probleme.
Zitat:
Zitat von Armendariz
Wie Schrottkopf bereits sehr schön beschrieben hat, "funktioniert" Tischtennis zwar, stagniert aber aktuell, oder verliert Trendsportarten und Klassikern gegenüber an Boden.
|
Das liegt aber nicht zwingend an der Sportart selbst, sondern evtl. daran, dass zu wenig Aufwand betrieben wird, Mitglieder und Aktive zu gewinnen. Das geht evtl. auch ohne Herumdoktern an den Regeln.
Zitat:
Zitat von Armendariz
Im evolutionstheoretischen Sinne heißt es schlicht "Survival of the fittest". Nicht die stärkste Sportart setzt sich durch (früher waren das mal Ringen, Ritterturniere, Pferderennen...) sondern die, die sich am besten an die Zeit anpassen.
|
Das findet auch ohne Regeländerungen ständig statt. Sowohl Trainingsmethodik als auch Turnierabläufe und Abwicklung des Spielbetriebs haben sich doch gegenüber früher massiv verändert. Die meisten Vereine sind im Internet präsent und die vereine, die erfolgreich sind zeichnen sich meist durch kreative Ideen und gute Außendarstellung aus.
Du kannst natürlich die Regeln beim Tischtennis so lange verändern bis daraus Snooker wird - dann kommt es auch im TV. Nur verliert man unterwegs so ziemlich alle, die eigentlich TT spielen wollen und nicht was anderes.
Zitat:
Zitat von Armendariz
Ich sehe die Aufgabe von uns Aktiven durchaus darin, konstruktive Kritik zu äußern, zu hinterfragen und zu zweifeln.
Aber eben auch darin, selber zu testen, offen zu sein für Veränderung (und wenn es nur zum Testen ist), und uns letztendlich an Änderungen im Sinne der Mehrheit und der Zukunftsfähigkeit zu gewöhnen.
|
Ich weiß nicht wie lange und wie gut Du spielst aber jeder TT-Spieler weiß, dass aufgrund der viel zu kurzen Reaktionszeiten der Großteil der Abläufe aus dem Unterbewusstsein kommen muss. Auf diese Grundtechnik muss man sich verlassen können und darauf aufbauen. Ständige Änderungen an Material und solchen Regeln, die in diese Abläufe eingreifen, erfordern jedes Mal viele viele Stunden Training um wenigstens den Stand von vorher wieder zu erlangen.
Darauf hat man nach vielen Jahren TT und mehrerer solcher "Innovationen" einfach keinen Bock mehr.
Was das Testen betrifft, so waren diese in der Vergangenheit wohl völlig daneben.
Bei der Umstellung der Zählweise wurden Sätze bis elf nie groß getestet. Es gab eine Handvoll Turniere bei den Profis, die bei 10:10 oder 11:11 begannen. In der Breite Null.
Weder 40mm-Bälle noch die anfangs katastrophalen Plastik-Bälle wurden vor der Einführung anständig getestet.
Klar kann man sich an vieles gewöhnen, aber gerade weil es Hobby ist, muss man nicht stapelweise Kröten fressen. Eine zeitliche Begrenzung z.B. wäre für mich das endgültige Aus, denn dann ist die Spielidee eine komplett andere.