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Alt 05.07.2017, 23:46
pibach pibach ist offline
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AW: Ballkontaktzeit mit dem Belag?

Ich hatte das doch schon mehrfach beantwortet.

Natürlich ist der Spieler "aktiv" und er führt den Schläger nach, selbstverständlich auch während der Kontaktzeit. Also durchaus "aktiver Eingriff". Es müssen dazu keine Impulse innerhalb dieser Kontaktzeit zum Gehirn und wieder zurück (komische Idee!). Das schließt die Nervenleitgeschwindigkeit ohnehin aus, wie direkt ersichtlich ist.

Ich hatte das in altem Thread mal so geschrieben (vielleicht klarer):

Zitat:
Zitat von pibach Beitrag anzeigen
Liegt zeitlich sicher unter der Grenze dessen, auf was man bewusst reagieren könnte, klar. Trotzdem hat diese Kontaktzeit wohl wichtigen Einfluss auf die Spielmöglichkeiten. Immerhin entsteht damit andere Ballführung, Spinentwicklung und vieles was wir "Ballgefühl" nennen geschieht unbewusst und auch nicht unmittelbar reaktiv. Material mit kurzer Kontaktzeit erfordert auch entsprechend schnelle Armzüge.
Zitat:
Zitat von pibach Beitrag anzeigen
Für Tischtennis kenne ich keine genauen Messungen, aber z.B. im Tennis gibt es dazu diverse. Die Physik ist analog (progressive Kraft-Weg-Kennlinie). Härte der Bespannung korreliert mit Härte des Schwammes (bzw. seiner Dicke).

Hier wurden dazu verschiedene Ballkontaktzeiten abhängig von der Bespannunghärte beim Tennis vermessen und in einem Diagramm aufgetragen.

Bei Tennis liegen die Kontaktzeiten zwischen 0,005 bis 0,01 Sekunden abhängig von Saitenhärte und Geschwindigkeitsdifferenz von Ball und Schläger, also Unterschiede von bis zu Faktor 2. Beim Tischtennis sollte der Unterschied wesentlich größer ausfallen, da der Ball nicht so stark deformiert wird. Außerdem wird in einigen Schlägen der Ball noch viel tangentialer getroffen und ggf. auch mehr nachgeführt.

"Spüren" kann man bereits ein paar Prozent Abweichung in der Kontaktzeit. Der Mensch nimmt unterschiedliche Kontaktzeit natürlich nicht direkt als Zeitdifferenz wahr, sondern indirekt. Durch die veränderte Progression und Kontaktzeit wandert dabei der Druckpunkt beim Schlag. Auch der "Lift" (Versatz innerhalb des Kontaktweges) ist spürbar. Im Endeffekt sind ganz andere Schläge möglich - spätesten das ist "spürbar".

Das sollte auch unstrittig sein. Jeder von uns "spürt" doch sofort den Unterschied von z.B. 1,7 zu 2,1mm Schwamm bei einer Topspinbewegung.
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