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Alt 09.07.2017, 13:58
Matthias1234 Matthias1234 ist offline
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AW: Carbon / Vollholz klassisch / Vollholz mit hartem Außenfurnier ?

Ich will mal versuchen ein bisschen zu helfen, da ich sowohl Rosewood V, Ebenholz V, Maplewood V als auch ein 88g Primo, welches vom Furnieraufbau dem Korbel ja sehr ähnlich ist, gespielt habe. Außerdem spiele ich aktuell das Viscaria.
Vorneweg die Stiga Harthölzer sind vom Spielgefühl etwas ganz anderes als das Viscaria. Das liegt auch sehr daran, dass ich finde, dass AR-Carbon das Holz nicht wirklich hart macht vom Spielgefühl. Viel mehr fühlt es sich so an als wäre das Holz einfach direkter, was eine Art von Stabilität gibt, gerade wenn das Spiel schneller wird. Wenn ich versuchen müsste das ganze bildlich zu beschreiben, dann ist ein Vollholz ein normales Trampolin. Lässt man da einen Menschen aus 4m reinfallen, wird er direkt wieder rausgeschleudert. Bei einem AR-Carbon Holz hast du dann ein Trampolin, welches aber nur 1m über einem Steinboden steht. Lässt man da einen Menschen aus 4m drauffallen, wird er einsinken und dann auf den Steinboden treffen, welcher blockiert, wodurch ein unkontrolliertes Herausschleudern verhindern wird.
Bei den Stiga Harthölzern muss man bedenken, dass es immer noch Stiga Hölzer sind. Das bedeutet, dass sie schwingen, also eine Vibration vorhanden ist. Das wird von manchen bei Stiga Hölzern zum Teil sogar als wabbelig empfunden. Damit sind sie Vollhölzern wie dem Primo deutlich näher. Soll jetzt nicht heißen, dass sich Primo und Ebenholz V ähnlich spielen. Aber von AR-Carbon Feeling ist bei den Stiga Harthölzern eben nichts zu spüren.
Zum Vergleich der Spieleigenschaften zwischen Primo und Ebenholz V: Das Ebenholz ist elastisch, wodurch man gut Spin erzeugen kann. Allerdings empfinde ich das harte Deckfurnier bei der Eröffnung eher störend. Es fällt verglichen mit dem Primo deutlich schwerer dort zu variieren hinsichtlich Länge, Spin, Bogen und Geschwindigkeit. Heißt nicht, dass die Eröffnung schwer fällt, sogar relativ leicht, allerdings musste ich mit dem Ebenholz nahezu immer gleich eröffnen, was mit dem Primo nicht der Fall war. Das Nachziehn gegen Block oder eher allgemein das Ziehen gegen Block war mit dem Ebenholz deutlich schöner zu spielen als mit dem Primo. Da war das harte Anschlagsgefühl sehr positiv. Selber Blocken waren beide gleichauf. Während man mit dem Ebenholz weiche Topspins viel besser reindrücken konnte, bzw sogar schießen, ging mit dem Primo der Block gegen feste Topspins sicherer und leichter zu platzieren, um selber wieder in den Angriff zu kommen. Bei Topspin gg Topspin aus der Halbdistanz kam ich mit dem Primo besser zurecht. Es hatte ein besseres Spingefühl und mehr Bogen. Im Kurz-Kurz war das Ebenholz weniger schnittanfällig und damit schöner zu spielen.

Geändert von Matthias1234 (09.07.2017 um 14:39 Uhr)
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