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- Flattereffekt: gleich Null. Noch weniger als beim Superblock. Da war ich doch sehr enttäuscht. Es bleibt abzuwarten, ob sich der Belag diesbezüglich noch "erweichen" läßt. Die Frage ist dabei allerdings: wie verändern sich dann die anderen Eigenschaften ?
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@Cogito: Seit wann "flattern" Bälle beim Tischtennis? Hab ich noch nie gesehen und ist auch rein physikalisch auszuschließen, es sein denn sie wurden ganz und gar Rotationslos gespielt, was allerdings bei einer glatten Noppe fast unmöglich sein sollte, es sei denn der Gegner spielt schon (fast) schnittlos. Ich gehe jedoch nicht davon aus, daß du auf einen solchen Fall anspieltest, oder? Bitte erläutere mir doch mal was du genau unter einem Flattereffekt verstehst.
@noppennorbert: Deinen Entschluß den Scalpel wieder "ad acta" zu legen kann ich zumindest mit der von dir geäussersten Begründung nicht verstehen. Wenn der Druckschupf das Einzige ist, was dich stört, dann solltest du doch gerade in Anbetracht der Sommerpause nicht gleich aufgeben sondern mal gezielter daran arbeiten. Das kann doch eigentlich nicht unmöglich sein die Druckschupftechnik auf den Scalpel anzupassen. Und wenn die anderen Qualitäten dich schon jetzt überzeugen... Nun ja im Endeffekt nicht meine Sache ;-)
Noppenvergleich aus Sicht eines Angreifers:
Ich habe zwar selber nie den Palio gespielt, und auch nie den Fakir, Superblock oder Scalpel, aber ich bin schon gegen all diese Beläge des öfteren angetreten. Vielleicht ist es ja für euch interessant mal die Sicht eines offensiven beidseitigen Spinspielers zu erfahren. Ich mache zu diesem Zwecke mal eine typische Beschreibung von Spielern, die diese Beläge spielen. Dabei schere ich natürlich alle Nutzer der Beläge über einen Kamm und werde daher eingen sicherlich nicht ganz gerecht, aber mir scheint das im großen und ganzen dennoch eine vernünftige Einteilung zu sein:
Der Fakirspieler: Besticht durch einen sicheren und stark unterschnittenen ersten Block. Könner setzen ihn so kurz, daß ein Nachziehen über dem TIsch fast unmöglich wird. Auf Unterschnittene Bälle spielen sie einen aggressiven Druckschupf, der eine Menge Überschnitt enthält. Empfindlich sind sie vor allem dann, wenn ihnen schnittlos auf die Noppe gelöffelt wird, oder man auf die Noppe nachziehen kann, denn dann fehlt ihnen ein ganz erhebliches Stück Sicherheit.
Der Superblockspieler: Zieht seine Stärke aus einer ungeheuren Blocksicherheit. Der Unterschnitt ist ausreichend um ein "Rohr" des Gegners zu vermeiden, jedoch nicht stark genug um das Nachziehen zu vermeiden, sofern der Gegner zumindest ein kleines Bisschen was vom Spiel gegen Noppen versteht. Doch die traumwandlerische Sicherheit des Blocks führt nicht selten dazu, daß der Angreifer sich "todzieht". Die Schwäche besteht im Druckschupf, der einfach nicht aggressiv genug gespielt wird und so eine Einladung für den geübten Angreifer darstellt um über Ellenbogen oder VH zu vollenden.
Der Scalpelspieler (dagegen hab ich allerdings bisher wenig Erfahrung ):
Gleichen ein wenig den Fakirspielern, haben aber etwas mehr Sicherheit im Block bei gleichwertiger Schnittumkehr. Dafür viele Fehler beim Druckschupf und auf schnittlos. Vom Schnitt her ist der Druckschupf recht ungefährlich aber der aggressivste. Schwäche ist die Unsicherheit auf passive Bälle.
Und um das auch mal zu sagen... ich halte alle drei Beläge für eher gefährlicher als den Palio BE. Irgendwie war der so die Mitte von allem aus meiner Sicht daher auch eher was halbes als etwas ganzes. Weder richtig gefährlich aggressiv, noch bombensicher. Auch die Schnittumkehr war nach meinem Empfinden nicht stärker.