Zitat:
Zitat von Noppenzar
So ein Ding macht vielleicht als Zweitwagen für die Ehefrau zur Beruhigung des Ökogewissens irgendwo Sinn, aber für Vielfahrer oder jemand, der schonmal weitere Strecken fährt (das sind fast alle höherklassig agierenden TT-Spieler) ist das nix.
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Eletroautos machen nur für Kurz- und Mittelstrecken Sinn. Genau. Das ist aber bei weitem der häufigste Anwendungsfall! Insbesondere in Ballungsräumen. Im Cityverkehr hat der Elektroantrieb auch tatsächlich einen überlegegen Wirkungsgrad und der Wagen kann leicht, kostengünstig und umweltverträglich bleiben, weil keine so dicken Akkus eingebaut werden müssen. Außerdem kann ein Getriebe entfallen, wenn nur Geschwindigkeiten bis etwa 100km/h abgedeckt werden müssen. Daher wird sich Elektromobilität auch erstmal auf Ballungsräume erstrecken.
Ob man dann noch ein 2.-Auto für Langstrecken anschafft oder aber im Sharing nutzt oder gleich auf Bus, Bahn, Flugzeug ausweicht, kann man davon abhängig machen, wie häufig das nötig ist und welche Alternativen es zu diesen Zielen gibt.
Es ist ohnehin schon lange ein schlechtes Konzept gewesen, dass ein und dasselbe Fortbewegungsmittel für alle Wege - also sowohl für den Weg zum Bäcker als auch für den Urlaub an die Adria - herhalten muss. Für die meisten Alltagswege sind die meisten Autos völlig überdimensioniert. Leider sind im historischen Verlauf Autos immer größer, schwerer und stärker geworden. Das erhöht auch das Betriebsrisiko und zwingt die übrigen Verkehrsteilnehmer zu einer Art Wettrüsten. Davon müssen wir wieder weg.