Zitat:
Zitat von Kyuss
Da geht es auch nicht um den Durchschnitt, sondern genau um diese Spitzen !
ERzähl doch mal jemanden der genau an solchen Brennpunkten lebt, dass es druchschnittlich ja garned so schlimm sei ! 
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MAK-Wert NO2: 0,95 mg/m³ = 950 µg/m³
MAK-Wert NO: 0,63 mg/m³ = 630 µg/m³
MAK-Wert N2O: 180 mg/m³ = 180000 µg/m³
Klar gibt es auch noch andere Stickoxide wie N2O3, aber die werden jetzt in arbeitsmedizinischer Sicht für so unbedenklich gehalten, dass noch nicht mal MAK-Werte definiert wurden. Und wer noch das Vergnügen hatte, in grauen Vorzeiten mal mit Lachgas N2O betäubt zu werden, weiß, dass sogar das überlebbar ist.
Summe aller oben genannten Stickoxide: 181.575 µg/m³ denen ein Arbeitnehmer 8 Std lang am Tag ausgesetzt sein darf, ohne dass Arbeitsmediziener damit ein Problem haben.
Und hier jetzt zum Staunen: Summe aller Stickoxide, denen man direkt an einer Hauptverkehrsstra0e ausgesetzt sein darf: 40 µg/m³
Wenn man sich mal die Mühe macht, die Einheiten komplett klarzuziehen, sieht man, dass da der nicht ganz unerhebliche Faktor von 40 dazwischen liegt, wenn man sich nur auf die beiden praxisrelevanten N02 und NO konzentriert.
Um auf das Zitat zurückzukommen: Ja, ich behaupte, dass eine Überschreitung der 40 µg nicht sooo schlimm ist
Und wenn ich ehrlich sein soll, verstehe ich nicht, warum die Autoindustrie den Weg gegangen ist, die Grenzwerte auszutricksen, statt darauf zu drängen, realistische Grenzwerte festzulegen.
Natürlich möchte man nicht jeden Tag den maximalen MAK ausgesetzt sein und es gibt in den Abgasen ja auch noch erheblich mehr Komponenten... aber ich habe ein wenig den Eindruck, dass hier ein künstlich erzeugter Hebel angesetzt wird, um einen wie auch immer gearteten Effekt zu erreichen - und die sonst so aktiven Lobbyverbände haben es verschlafen, da zu reagieren.