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Alt 05.08.2017, 15:04
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AW: Zukunft der Automobil Industrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobil

Das mit der Fahrtkostenpauschale pendeln gefördert wird ist natürlich nicht wirklich so.

Das würde bedeuten: Es lohnt sich für jemand wenn er weitere Farten zur Arbeit hat. Das ist nicht so!!!
Nehmen wir mal an jemand zieht 20 km weiter weg von seinem Arbeitsplatz.
1.Er fährt 20 mal im Monat 40 km(mehr) zur Arbeit nun.
2. Das sind im Monat 800 KM Fahrt. Mit einem Auto hat man Kosten von mindestens 20 cent je KM (Sprit, Verschleiß Reifen Bremsen usw, Wertverlust, Rücklagen für neues Fahrzeug) eher 25-30 je nach Auto bei dicken Karren deutlich mehr , aber die muss man ja nicht kaufen.
Also hat er 160 Euro Kosten.
3. Er bekommt vom Staat Fahrtkostenpauschale von 30 cent aber nur einfache Strecke. Also 400*0,30= 120 Euro.
4. Die bekommt er nicht 100% von der Steuer wieder sondern das wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. Bei einem Steuersatz zb von 15% ist man dann nur bei 18 Euro im Monat die man vom Staat zurück bekommt.
5. Also wenn man 20 km weiter weg zieht hat man in dem Beispiel 142 Euro Verlust im Monat gemacht.
6. Das macht man logischerweise nicht wegen den 18 Euro die man Zuschuss bekommt sondern weil man für eine vergleichbare Wohnung oder sogar eine bessere im Monat 200 Euro oder mehr im Monat weniger bezahlt. Oder sogar noch mehr spart oder sich dadurch eine bessere Wohnung /Haus leisten kann. Die Zeit muss man ja auch noch aufbringen

Denn da liegt die Krux. Oft sind arbeitsnahe Wohnungen zu teuer/nicht bezahlbar weil logischerweise alle da wohnen wollen wo sie arbeiten.

Dazu kommen Fälle wo man ums pendeln garnicht rum kommt oder nur mit anderen Nachteilen umgehen kann.

Beispiel aus früherer Zeit:

Ich hatte eine Eigentumswohnung in Lünen Brambauer am Stadtrand von Dortmund. Mein Arbeitsbeginn war in Waltrop ca 7 km weg. Ich musste aber jeden Tag etwas mit zur Arbeit nehmen was in ÖPNV schwierig ist. Also immer mit dem Auto hin aber 7 km in 7 Minuten kein Problem. Parkplatz kostenlos vorhanden.
Meine damalige Ehefrau war Flugzeugmechanikerin. In Dortmund am Flughafen bekam sie keine Stelle. Teilweise hat sie dann auf Montage bei Airbus in Bremen gearbeitet und zuletzt dann in Ddorf am Flughafen.
Folgende Fahrtwege zur Arbeit hatte man zur Auswahl:
a)Komplett ÖPNV: Da brauchte man für eine Strecke von Wohnung zur Arbeit 2,5 Stunden und musste 4 mal umsteigen!!!
Sie ist um 5 Uhr los hat von 8-16.30 gearbeitet und war gegen 19.00 wieder zu hause.
b) man ist mit dem Auto 8 km nach Mengede gefahren und dort in die S Bahn/RE gestiegen.(noch 2 mal umsteigen)
Dauer je Weg ca 1:45.
c) Auto: Dauer je Weg ca 1:00 sofern keine großen Staus waren. Sie ist dann meist etwas eher los so gegen 6:00 und war gegen 17.30 meist zurück.
Alle drei Dinge hat sie genutzt/probiert.
Kosten für a) 115 Euro Monatsticket (auch wenn sie Urlaub hatte)
Kosten c) (Urlaub usw abgezogen) ca 16 Tage im Monat mal 160 km= 2500 km mal 20 cent je km (gebrauchter Twingo mit ca 5l Diesel Verbrauch) =500 Euro.
Aber ca 16 mal 2,5 Stunden = 40 Stunden im Monat Zeitersparnis...damit man auch noch was vom Tag hatte außer Arbeiten und in der ÖPVN sitzen bzw oft stehen.

Ich hab mir wie gesagt auch überlegt als 2. Wagen ein E Auto zu kaufen. Großer Kombi Diesel für weite Strecken oder wenn die ganze Familie mit 3 Kindern unterwegs ist, ist vorhanden.
Abner für Fahrten zum Kindergarten/Schule oder mal zu den Großeltern 10 km weg oder ins Schwimmbad usw reicht ein kleinwagen der meist nur kurze strecken fährt.

2 Probleme halten mich ab das E Auto zu kaufen.
a) Sowohl an meinem aktuell gemieteten Reihenhaus als auch an meiner ETW mit Stellplatz wo ich vorher gewohnt habe ist eine Lademöglichkeit vorhanden und auch nur schwierig einzurichten.
Die nächste Ladestation ist ca 2 km weg. Und ich fahr meine Frau um halb acht zur Ladestation, damit sie das Auto dort abholt und die Kinder damit zur Schule fährt. Und sie läuft auch nicht dahin..oder sie stellt es auch nicht abends da ab und läuft dann nach hause...dass sowas nicht sinnvoll ist ist denke ich jedem klar.
Sprich Aufladung ist für uns einfach nicht sinnvoll möglich. Es müßte zb bei uns in der Strasse/Siedling X Schnelladestationen auf den Parkplätzen an der Strasse geben, wo dann alle die ihr Zweitauto laden wollen, da genug Kapazitäten haben.
Dazu die Problematik der Randalierer. wenn ich mein Auto in der eigenen Garage oder auf meinem Grundstück irgendwo auflade ist das kein großes Problem..da ist es halbwegs geschützt.
Steht es aber am Strassenrand oder auf einem großen zugänglichen Stellplatz...wer garantiert mir dann, dass nicht jemand über Nacht das Kabel mal killt (sofern es ein eigenes Kabel ist zb am Stellplatz meiner ETW) oder die Ladestationen dann nicht Opfer werden
Gut wären auch Ladestationen an den Supermärkten. Kinder an der Schule abgesetzt eben zum Netto einkaufen. dauert ca 30 Minuten. In der Zeit könnte man schon einiges nachladen.
b) Die Kosten für so ein Fahrzeug. Ein Kleinwagen von Peugeot oder Citroen kostet aktuell um die 15000 Euro (Die Zuschüsse vom Staat schon eingerechnet). Ein günstiger Kleinwagen als Benziner kostet die Hälfte. Folgekosten sind auch höher. Ein Austausch der Batterie nach 120000 km ist deutlich teurer als ein Zahnriemenwechsel.
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Zitat Kriegela: Zu Tode geänderte Sportart - Rest in Peace - Tischtennis
Me too ... TT Classic rules
TT mit P-Ball ist wie S... mit einer Gummipuppe.

Geändert von Fastest115 (05.08.2017 um 15:26 Uhr)
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