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Alt 12.08.2017, 11:01
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Fastest115 Fastest115 ist offline
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AW: Zukunft der Automobil Industrie - Neuordnung auf dem Weltmarkt durch Elektromobil

Und Deutschland ist natürlich eine Sunny Region???? Lass mich kurz aus dem Fenster gucken.....

Ich fasse nochmal zusammen:
Wegen der "probleme" der Elektroautos sind sie AKTUELL für kaum jemand sinnvoll

Problem 1: Der Anschaffungspreis ist ua wegen der hohen Kosten für die Batterie im Vergleich zum ähnlichen Benziner zu hoch.
Problem 2: Die sinnvollen Anwendungsgebiete sind stark eingeschränkt. Nur für Stadt/Kurzstrecken geeignet. Wer oft oder auch gelegentlich mit dem Auto weite Strecken fahren muss/will kann es nicht brauchen.
Problem 3: Der Strompreis den der Tankende real zahlt ist im Verhältnis zum Benzin/Diesel zu hoch.
Problem 4: Der Strom wird großteils noch aus Kohle/Atom usw hergestellt und damit ist die Umweltbilanz nicht (viel) besser. Die Schadstoffe entstehen eben nur woanders.
Problem 5: Es gibt zuwenige Ladestationen. Sowohl in der Nähe der Wohnung/des Wohnhauses als auch "unterwegs" zb in der Nähe des Arbeitsplatzes.

WENN zb Problem 1 gelöst wird weil die Batterien deutlich günstiger sind und die E Autos vom Saat entsprechend gut genug gefödert werden dann könnte zumindest ein Teil der gewerblichen Autos umgestellt werden. ich denke da zb an Pflegedienste die von 6-22 Uhr ihre Kleinwagen im Umkreis von ca 10 km um die Firma schicken um die Leute zu versorgen. Die können dann super am Firmengelände ihre Autos aufladen über Nacht.

Problem 2 sehe ich keine elektrische Lösung für. Bei begrenzter Reichweite, eingeschränkter Geschwindigkeit, langen "Nachladezeiten" sind sie einfach für viele Aufgaben/Einsatzgebiete ungeeignet.

Zu Problem 3: Benzin usw werden irgendwann, wenn sie knapper werden, auch teurer werden...aber wann das genau ist ob 2030 oder 2050 weiß noch niemand.
Und vielleicht ist man bis dahin wie Noppenzar es vorschlägt auch auf Erdgas usw umgestiegen (mit Wenig Benzineinsatz).
Und ob der Strompreis wirklich geringer wird ???? Und ob Solarzellen auf allen/eigenen Häuserdächern bei geringen Sonnentagen in Deutschland und nachts ohne Sonne da die Lösung sind???
Ich denke auch da wird sich das Verhältnis Strom/Benzin nur sehr/zu langsam verbessern, als das man für 2030 oder 2050 sagen könnte es ist deutlich für Strom.
Problem 4: Auch das ist logistisch schwierig zu lösen. Energiegewinnung aus Sonne und Wind ist möglich, aber dafür geeignete Stellen/Projekte in Deutschland sind schon weitgehend ausgeschöpft. Sprich weitere Windanlagen muss man weit aufs Meer bauen usw und Solaranlagen lohnen sich hier kaum also müßte man riesige Solaranlagen zb in die Sahara bauen und den Strom dann hierhin transportieren. Auch nicht so einfach. Dazu kommt das die guten Lagen für Wind im Meer dort auf das Ökologische System Einfluss haben und die Sonnenregionen in sagen wir mal politisch instabilen Gebieten liegen.
Und dazu kommt: was macht man wenn es Windstill ist oder die Sonne nicht scheint???

zu Problem 5: Erstmal ist die Frage: wer trägt die Kosten für die ganzen Stationen (Bau und Wartung usw) und wie refinanziert er das (Preisaufschlag auf den Strom).
Und dann ist das wie mit dem Huhn und dem Ei. Betreiber von (öffentlichen) Ladestationen bauen nicht flächendekende viele Stationen wenn es kaum Autos gibt. Aber: Kaum einer kauft solche Autos wenn es nicht genug Stationen gibt. Und die, die sie kaufen haben dann eigene Stationen (Stichwort Pflegedienst) und nutzen keine öffentlichen.

Bei einigen Problemen könnte natürlich die Bundesregierung mit Förderungen eingreifen die zu lösen. Zuschüsse beim Kauf eines E Autos, Zuschüsse beim Bau von Ladestationen usw. Aber diese müßten dann schon so massiv sein, dass es wirklich lohnt.
Sprich wenn ein E Auto im vergleich zum Benziner 10000 Euro mehr kostet bringen 4000 Euro Zuschuss kaum einen dazu das E Auto zu kaufen.
Und die ganzen Zuschüsse muss am Ende ja auch der Steuerzahler wieder zahlen bzw andere wichtige Dinge werden dann nicht gefördert.
Dazu wegfallende Mineralölsteuern für die sich die Regierung Ersatz besorgen muss. Und wenn man da den Strom dann besteuert sind die Kosten beim verbrauch dann wieder höher und auch alle anderen Stromabnehmer leiden dann darunter.

Fazit: Viele Probleme, für die E Autos keine gute Lösung haben.
Mit der richtigen staatlichen Förderung und guter Entwicklung werden sicher einige auf E Auto umsteigen für die es wirklich Sinn machen kann (beispiel Pflegedienst)
Aber für alle anderen (ua fast alle Privatpersonen) machen E Autos wenig Sinn und da muss man eine andere Alternative finden. ZB Das von Noppenzar genannte Konzept der Erdgasautos mit kleinem Benzintank für erste KM. Da ist man für alle Nutzungen flexibel genug.
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Zitat Kriegela: Zu Tode geänderte Sportart - Rest in Peace - Tischtennis
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