Zitat:
Zitat von Noppenzar
Du glaubst also ernsthaft, dass sich bei steigendem Strombedarf, lediglich im Grunde vier Erzeugern von Strom, die mehr oder minder staatlich sind, vier Netzbetreibern, die wiederum mehr oder minder Tochterfirmen der Erzeuger sind und bei wegfall der Mineralölsteuer, dass der Strom billiger wird?
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Weiter starker Einflussfaktor sind Mieterstrommodelle. Also dass nicht nur Eigenheimbesitzer in den
Genuss der günstigen Eigenversorgung durch Solarenergie kommen, sondern auch in Mietshäusern sich Solaranlagen auf dem Dach rechnen.
Durch den starken Anstieg der Netzkosten bei massivem Preissturz der Solarpanels lohnt sich das inzwischen immer mehr. Durch Ladestationen für Elektrofahrzeuge umso mehr. Die stellen nicht nur Verbraucher da, so dass sich die lokale Anlage besser rechnet, sondern können dann auch gleichzeitig das lokale Netz puffern, womit das kostengünstiger realisiert werden kann bzw. weniger Kapazität an Akku-Heimspeicher erfordert. Im Grenzfall geht das dann als "Insellösung", womit auch die Stromsteuer entfällt. Wie das dann preislich rauskommt ist individuelle Rechnung, geht aber derzeit wohl schon unter 20ct/kWh. Tendenz stark abnehmend.
Da solche Strommodelle von den ganzen Umlagen befreit sind, wird der Strom für alle anderen teurer, wegen des absurden Umlagemodells. Nun,
dieser Irrsinn kommt auf jeden Fall, aber dann haben Elektroautobesitzer immerhin die Möglichkeit, ihr Auto wenigstens dort zu laden, wo der Strom am günstigsten ist. Das wird also die Elektromobilität in jedem Fall antreiben. Und die Schere zwischen teurem und billigem Strom wird immer weiter auseinander klaffen.
Wahrscheinlich wird die EEG-Umlagefinanzierung dann kollabieren und man wird das dann ganz anders lösen.