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Alt 23.08.2017, 19:22
Max Max ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Eriko Hashimoto Beitrag anzeigen
1. Todesstrafe spricht gegen einen Rechtsstaat.
2. Todesstrafe kann von Justizirrtum und Missbrauch nicht ausgeschlossen werden und du kannst dir den Fall nicht aussuchen, sondern es muss gesetzlich definiert sein zu mindestens einen Rahmen, ab wann eine Todesstrafe anzuwenden ist und ab wann nicht und dann wird dies auch nicht per Volksentscheid oder politischer Führung passieren, sondern ein unparteiischer Richter wird dies entscheiden.
3. Todesstrafe ist eine Form vom Rache, nicht von Gerechtigkeit und auch nicht eine Form von Verbrechensbekämpfung.
4. Besonders bei Terror erzielt die Todesstrafe wohl auch keine Abschreckung, ehr im Gegenteil, sorgt für Märtyrer und Heldenverehrung, wenn jemand im Knast sitzt und nicht im sogenannten "heiligen Krieg" stirbt ehr weniger oder ehr das Gegenteil davon. Und die Todesstrafe schafft ein klares Feindbild, die auch Vergeltungsaktionen unterstützt.
5. Der Täter kann sich nicht mehr mit seiner Tat auseinander setzen.

Die Einführung der Todesstrafe wäre ein Gewinn für den IS und anderen Terrorgruppen, da es das Ziel ja ist durch den Terror die Bevölkerung gegenseitig auszuspielen und den Staat gegen das eigene Volk und dazu die Abschaffung eines Rechtsstaat und bisher ist der IS hier in Deutschland schon sehr weit gekommen, wenn man dies genau betrachtet, gibt es immer mehr rechtliche Änderungen in Deutschland und der EU, die gegen einen Rechtsstaat sprechen und auch gibt es immer mehr Menschen die sich in Deutschland gegenüberstehen anstatt zusammen.
Todesstrafe widerspricht nicht dem Rechtsstaat per se. Wenn es Gesetze gibt, die das legitimieren, dann klappt das auch mit dem Rechtstaat.

Justizirrtümer gibt es immer. Es gibt aber auch Fälle, in denen ein Irrtum so gut wie ausgeschlossen ist. Terroristische Anschläge sind solche Fälle. Gibt keinen Anschlag in letzter Zeit hierin Europa, wo letztlich der Falsche vor dem Qadi stand.

Ein wesentlicher Bestandteil einer Strafe ist das retributive Element. Wenn Du meine Familie willentlich tötest, ist es mir egal, ob Du Dich besserst und wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden kannst, ich will Dich leiden sehen. Leute, die immer die ökonomische Denkweise ins Spiel bringen, dass bei einer Strafe immer irgend ein "Nutzen" für die Gesellschaft rausspringen soll, ekeln mich an. Es gibt auch keine exekutierten Täter, die rückfällig geworden sind, zumindest sind mir keine bekannt.

Es entbehrt jeglicher Grundlage zu sagen, dass die Todesstrafe keine Abschreckungswirkung hat, dazu gibt es nämlich keine Studie, die nicht anfechtbar wäre. Außerdem haben die Terroristen sehr wohl Angst vor dem Tod, sonst würden sie nicht flüchten. Die meisten Terroranschläge in Europa waren keine Selbstmordattentäter. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Imam 72 Jungfrauen für einen verurteilten Terroristen verspricht.

Der Täter muss sich sehr wohl mit der Tat auseinandersetzen, vor allem, wenn man ihm einen Imam schicken würde, der ihm ein paar Zweifel über die nahe Zukunft mit Jungfrauen einredet. Aber letztlich ist das auch egal. Ob Eichmann über seine Taten reflektiert hat, interessiert sehr wenige. Die meisten sind froh, dass er einen schmerzhaften Tod erleiden musste.

Wieder dasselbe dämliche Argument, dass Todesstrafe nichts mir Rechtstaat zu tun haben kann. Gesetze können geändert werden, es steht nirgends geschrieben, dass Todesstrafe und Rechtstaat per se unvereinbar sind.