Zitat:
Zitat von Schrottkopf
Wenn du sagst, so niedrig wie möglich, müssten eigentlich 20µg noch besser als 40µg sein - oder besser noch 10 oder 5... Aber bitte auch prüfen, ob durch Elektrofahrzeuge und die benötigten Übertragungsleistungen vielleicht Grenzwerte für Elektrosmog überschritten werden - die sollten nach deiner Logik nämlich auch Richtung 0 angepasst werden. Gibt genug Leute, die darin auch ein Gesundheitsrisiko sehen.
Wenn man jeden denkbaren Grenzwert Richtung 0 drücken möchte, unterhalten wir uns irgendwann über die zulässige Dichte von Pferdeäpfeln pro m² weil jedes mechanisch angetriebene Fortbewegungsmittel irgendwo an Grenzwerte stößt und diese nicht pauschal minimiert werden können. Es müssen auf jedem Sektor vernünftige Werte festgelegt werden. Und diese sollten dann wissenschaftlich belegbar sein.
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Bisken arg polemisch, gelle
...aber ist ja Stammtisch, passt scho
Mir geht's halt in erster Linie um die in den stark belasteten Städten lebenden Mitmenschen. Da finde ich es dann doch irgendwie ganz schön arschig, wenn sich Leute aus der unbelasteten Pampa zu Wort melden, die die ganze verkehrsverursachte Luftverschmutzung als halb so wild bis völlig harmlos hinstellen. Für die dort lebenden Menschen wird das ganz sicher mehr als nur unangehnem sein - es gibt ja nicht nur gesundheitlich ganz auf der Höhe seiende Menschen dort, sondern auch Babys, Kleinkinder, gesundheitlich Vorbelastete und Alte, denen das mehr zusetzt. Ohne selbst ein echter Experte auf dem Gebiet zu sein, würde ich 'nen Teufel tun, aber nicht die tatsächlichen Negativauswirkungen dieser Luftverschmutzunungen für Menschen, die dem häufig oder gar dauerhaft ausgesetzt sind, als blödsinn hinstellen.
Dabei geht's mir gar nicht um Dieselbashing oder um irgendeinen bestimmten Gefahrenstoff, der durch zu viele, nie ganz sauber zu kriegende Abgase entsteht - aus so nem Auspuff kommt halt nie saubere Atemluft - , sondern nur um die dort lebenden Menschen, die aus meiner Sicht auch ein Recht auf saubere Atemluft haben. Diese Städte brauchen andere Verkehrskonzepte und genau das muss dringend angegangen werden. Ganz ohne Aufregung. Dass wir wohl alle umdenken müssen - mich selbstverständlich eingeschlossen - liegt auf der Hand. Mir scheint hier im Grunde nicht selten mit der Macht der liebgewonnenen Autofahrgewohnheiten argumentiert zu werden.
Ein Auto, mit dem man nicht mehr als 700 km am Stück fahren kann, taugt nichts, obwohl die wenigsten mehr als 15.000 km im Jahr fahren, also meist selten mehr als 80 km am Tag.
Dieselfahrer sagen gern, Stickoxide sind nicht so schlimm wie immer behauptet wird, wohl weniger weil sie das tatsächlich beurteilen können.
Benzinfahrer fühlen sich besser, obwohl deren Karren letztendlich auch nicht wirklich weniger Dreck in die Luft pusten, sondern nur anderen.
Ein wenig mehr Gelassenheit, weniger gegenseitige Schuldzuweisungen und nicht gleich festgelegte Grenzwerte, die für nichts anderes gedacht sind, als Menschen in Städten zu schützen und ihnen zu besserer Atemluft zu verhelfen, in Frage stellen und nach wissenschaftlichen Belegen verlangen, die erst mal lupenrein aufzeigen müssen, dass massives Verkehrsaufkommen in Städten wirklich gesundheitliche Belastungen verursacht, täte ganz gut.
Ich würd's ja eh für fairer halten, wenn die Autofahrerlobby wissenschaftlich wasserdicht belegen muss, dass ein hohes Verkehrsaufkommen in Städten keine gesundheitlichen Folgen für die dort lebenden Menschen hat - selbstverständlich akzeptiere ich das nur dann, wenn diese Lobbyisten und die großen Cheffs der Branche ihre Kinder in den miefigsten Ecken von den meist belasteten Städten aufwachsen lassen
Egal, davon, dass Selbstmordversuche mit Autoabgasen mittlerweile scheitern, weil die Abgase heutzutage so sauber sind, habe ich noch nichts gehört