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AW: Wie trainiert ihr mit Schüler Kreisklasse?
Trotzdem sind solche Rückmeldungen sehr interessant. Man sieht ja dadurch, dass es auch anders geht und man findet interessante Dinge, die man übernehmen kann oder wo man hinarbeiten kann.
Danke auch für alle anderen Anregungen. Freue mich auch auf weitere Beiträge.
Ich habe jetzt übrigens eine weitere Woche hinter mir, also 1 Training. Ich habe bis jetzt noch keine Tipps von euch einbauen können, aber das kommt bald.
Motivation der Kinder ist nach Meinung anderer aus dem Verein gut und viel besser als vorher. Ich bin es eben von früher nochmal anders gewohnt, aber Zeiten ändern sich. Immerhin waren diese Woche alle Kinder bis auf einen da, der krank entschuldigt wurde.
Das größte Problem ist für mich, dass die Kinder so unsicher spielen, dass sie zum Teil miteinander keine Übung spielen können. Platzierung ist ganz schlecht, dadurch leidet die Technik, die nur im Stehen gut ist und Fehlerquote ist hoch. Übungen wie Falkenberg wäre undenkbar, da dies eher wie Rückhand Block frei über die gesamte Platte aussehen würde, mit der Folge, dass derjenige, der in die Rückhand zurück spielen sollte spätestens beim zweiten oder dritten Ball in Mitte oder Vorhand spielt. Das sieht dann in der Praxis so aus, dass beide Spieler sich einfach irgendwie frei den Ball zuspielen.
Eine positive Sache hat sich ergeben. Da ein Hallendrittel an einem anderen Tag vom Skiclub belegt ist, bekommen wir dieses über den Winter, wenn der Skiclub auf seinen Übungshang geht, so dass wir dann in dieser Zeit immerhin zwei Mal wöchentlich trainieren können. Einige Wochen lang ist diese Doppelbelastung auch für mich in Ordnung. Ganzjährig würde ich das nicht machen.
Und fangt jetzt bloß nicht wieder mit alibimäßig an oder mangelnder Motivation von mir als Trainer. Früher bin ich jobbedingt in ganz Süddeutschland herum gekommen, fünf Mal umgezogen, Südbaden, Württemberg, Baden, zweimal Bayern, Beziehung zur Fernbeziehung gemacht, schließlich in die Brüche gegangen. Seit ich verheiratet bin und den Job gewechselt habe und mit meiner neuen Partnerin das zweite Kind erwarte, hat das Familienleben meine höchste Priorität. Ich war früher mal gleichzeitig Mannschaftsführer, Schriftführer in der Abteilung, Kassenprüfer beim Hauptverein, habe Sammelbestellungen für meinen damaligen Club gemacht und war im Festausschuss. Jetzt sehe ich es so, dass auch andere im Verein helfen sollten und nur weil sich zu oft niemand findet, muss nicht ich derjenige sein, der dann einspringt, weil es sonst niemand macht. Ich übernehme 40 Wochen im Jahr das Kindertraining (ehrenamtlich), das sind alleine bei einmaligem wöchentlichen Training schon 80 Trainingsstunden und tatsächlichem Zeitaufwand von mehr als 100 Stunden. Da muss ich mir dann nicht vorwerfen, dass ich keine Zeit und Lust habe, ganzjährig zweimal wöchentlich das Training zu leiten.
Schlaue Köpfe in unserem Verein sind nämlich diese Woche dann gleich auf die Idee gekommen, dass "man" ja dann mit den Kindern in der Winterzeit am zweiten Trainingsabend Tischtennis spielen kann und "man" dann ja an diesem Tag in der Sommerzeit ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm anbieten könne. Mit Beispielen war "man" dann ganz schnell, Fußballspielen, Beachvolleyballfeld, Schwimmbad, Joggen, Fitnessstudio, kleine Radtour, usw. Ja, das kann "man(n)" machen... Ich habe das auch so beantwortet, "ja, das kann Man(n) machen, lasst euch nicht aufhalten!".
Toll wäre das bestimmt, aber ich kann das nicht machen und "man" gibt es bei uns in der Abteilung nicht, also dass das ein anderer übernimmt. Ich werde das wahrscheinlich sogar vororganisieren oder zumindest anstoßen, in dem ich an unserer Jahreshauptversammlung nach weiteren Ideen frage und dann eine Rundmail mit allen Ideen und allen möglichen Trainingsterminen mitschicke und die Frage in die Runde werfe, wer gerne was davon anbieten und übernehmen würde und an welchem Tag. Dann bin ich gespannt, was "man" alles tatsächlich tun können wird.
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Risikolos gewinnen heißt ruhmlos siegen.
Pierre Corneille (1606-84), frz. Dramatiker
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