Zitat:
Zitat von mithardemb
Du wirfst ständig verschiedene Dinge durcheinander...
Aus der Sicht des Einbrechers ist es bei dir wohl am vernünftigsten dich erst mal um die Ecke zu räumen, ... 
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Dem ersten Absatz kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Vor allem deshalb, weil das bei fast jedem Thema zutrifft! Und wenn die Argumentationskette immer brüchiger wird, werden bestimmte Einwände einfach ignoriert (ein wesentlicher Nachteil zu einem tatsächlichen Stammtisch). Oder es kommt ein Bsp. aus'm Kreis, das mit dem Ursprungsthema fast nix zu tun hat.
Der zweite Absatz aber made my day! Und das um diese Uhrzeit.
Resozialisierung ist imho eine unglaublich wichtige Sache. Aber wenn jemand vorsätzlich dafür gesorgt hat, dass das Leben eines anderen Menschen ausgelöscht wurde ODER aufgrund von Triebstörungen verpfuscht wurde, dann darf IMHO dieser Mensch einfach nicht mehr frei in der Gegend rumlaufen.
Bei diesen beiden Menschen bspw. könnte ich kotzen!
https://www.welt.de/regionales/nrw/a...bgesessen.html
Wenn jemand möchte, kann er sich diesen Artikel ja komplett durchlesen. Ich bekomme mit jedem weiteren gelesenen Absatz Pickel. Das kann sein, dass mir Degowski in der Fussgängerzone entgegenkommt. Das kann sein. Und wenn ich mit ihm über "damals" reden würde, könnte es sein, dass er Folgendes zu mir sagt: „Ich kann Ausländer sowieso nicht leiden“ und „Reg’ dich nicht so auf, das war doch nur ein Kanake“. Das kann sein. Und das darf er. Wer mir in der Fussgängerzone aber nicht entgegenkommen kann, ist Emanuele De Giorgi. Und Silke Bischoff wird mir auch nicht entgegenkommen. Weil sie tot sind. Es kann auch sein, dass nicht mir, sondern den Eltern des damals jungen Mannes oder den Eltern von Silke Bischoff Degowski entgegenkommt. Und aufgrund unseres auf diese Art und Weise gelebten Rechtsstaates ist das in Ordnung so. Und wenn den Eltern von Emanuele De Giorgi von Rösner gesagt werden würde: „Reg’ dich nicht so auf, das war doch nur ein Kanake“, dann dürfte das noch nicht einmal eine Ordnungswidrigkeit sein. Eine Straftat ohnehin nicht. Ohne Parkschein sein Auto irgendwo hinzustellen, ist für den Staat eher eine Sache, die es zu beanstanden gilt!
Oder Peter-Jürgen Boock. Ein Ehemaliger der RAF. Als ich neulich wieder die 2 Teile von "Todesspiel" gesehen habe, hätte ich kotzen können. Wie steht es bei Wikipedia: "Im Mai 1992 gestand Boock, bislang über seine Tatbeteiligung bei der Schleyer-Entführung gelogen zu haben. Er sei einer der Entführer, die mit Schnellfeuergewehren das Feuer auf Schleyers Begleiter eröffnet hatten." Aha, nach fast 10 Jahren in deutscher Haft fiel ihm ein, dass das wohl doch nicht so gewesen ist, wie er zuvor gemeint hat. Fiel ihm aber erst ein, als aufgrund der Wende neue Aussagen von Mittätern getätigt worden sind. Fiel ihm vorher nicht ein. Und AUCH HEUTE weiß er nicht wirklich, wer Schleyer erschossen hat. Er natürlich nicht. Das ist klar. Wer genau, weiß er nicht. Schleyer wurde getötet. Einfach so getötet. Und auch heute noch trägt Helmut Schmidt in Teilen der Öffentlichkeit eine größere Schuld daran, als bspw. dieser Peter-Jürgen Boock. Auch der könnte den Söhnen von Hanns Martin Schleyer in der Fussgängerzone entgegenkommen.
Ich bin damals mit der Schleyer-Entführung zwar nicht groß, aber ein stückweit erwachsener geworden. Und das im Alter von 8 Jahren. Wenn ich die Videos von damals sehe, habe ich noch immer ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.
Das waren 2 Bsp. OHNE Triebstörung. Wenn ich mir JETZT vorstelle, mir kommt in der Fussgängerzone jemand entgegen, der sich an meiner Tochter oder an meinem Sohn vergangen hat und sie deshalb kein für sie lebenswertes Leben führen können, dann wird mir schlecht. Und der kann mir einfach so entgegenkommen. Weil er es kann. Und wenn er Lust hast, kann er mir noch Details nennen. Ohne dass ich mich dagegen wehren kann.
Bei aller Liebe, aber es gibt verdammt nochmal diese rote Linie. Und wenn die überschritten wurde, weil das Leben eines Menschen beendet oder versaut wurde, dann kann es in meinen Augen keine Resozialisierung geben. NICHT bei Überschreiten dieser roten Linie. Das geht einfach nicht. Das fühlt sich nicht richtig an. Geschweige denn gut. Einem Täter, so denke ich, darf es nicht besser gehen als seinem Opfer. Nicht bei solchen Verbrechen. Da bin ich gern' ewig gestrig. Sofern ich es denn bin...