Ich bin jetzt ehrlich gesagt kein Klimaexperte, aber ich vermute, dass höhere Temperaturen zu mehr Feuchtigkeit in einigen Gebieten (z.B. Nordindien, Karibik) führen kann - was nicht zwingend ein Vorteil sein muss. Man schaue sich die
Niederschlagsmengen in Indien an - ob das so toll für die Region ist? An anderen Stellen kann das was anderes sein - aber die Bodenerosion ist in vielen Teilen Afrikas so weit fortgeschritten, dass mehr Niederschläge erstmal gar keinen Mehrwert bringen würden - da es schlicht keine fruchtbaren Bodenhorizonte gibt. Wer sich schon mal mit dem Thema beschäftigt hat weiß, wie lange Bodenbildung dauert. Das ist nichts für unsere Enkel sondern eher für die Menschheit im Jahre 10.000 n.Chr.
Außerdem bliebe die Frage, was mit sowieso trockenen Gebieten passiert. Steppen und Wüsten haben ja das Problem mit der hohen Sonneneinstrahlung, was zu hoher Verdunstung führt. Und je heißer es wird, desto schwieriger wird es für alle Pflanzen - auch C3- und CAM-Pflanzen, die würden dann höchstens da übernehmen, wo bisher C4-Pflanzen gute Bedingungen hatten.
Artenexplosion. Ja, die Arten sind nach Massensterben stark nach oben gegangen. Aber auch da dreht es sich um Zeiträume, die für den Menschen erstmal völlig irrelevant sind. Ein Beispiel: Die erste wirkliche "Artenexplosion" fand im Kambrium statt.
Zitat:
Das Kambrium ist ein wichtiges Erdzeitalter. Hier kam es zu einem deutlichen Anstieg der Artenvielfalt, der durchaus als „Arten-Explosion“ bezeichnet werden kann. Über Pflanzenfresser entwickelten sich Fleischfresser. Destruenten zeigten eine zeitlich parallele Entwicklung mit den Pflanzenfressern.
Eine evolutiv gesehen sehr kurze Zeitspanne von 10 Millionen Jahren war ausreichend, eine große Artenvielfalt zu erzeugen. Stacheln, gepanzerte Körper, schnell bewegliche Räuber entwickelten sich.
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Ich hoffe, ihr habt genug Knäckebrotreserven, dass eure Nachfahren die beeindruckenden Zoos und botanischen Gärten des Jahres 10.000.000 n.Chr. genießen können
Das eigentlich Gefährliche ist aus meiner Sicht einfach die Wichtigkeit von langfristiger Stabilität für den Großteil der wachsenden Population der Menschen. Und je schwerer Eingriffe in die Umwelt sind, desto schneller kommt es zu unberechenbaren Änderungen.