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Alt 04.10.2017, 11:15
pibach pibach ist offline
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AW: Sunny side up - Klimaerwärmung oder doch nicht?

Zitat:
Zitat von BlinderBarmer Beitrag anzeigen
Ja, das ist DEINE Aussage, und zwar nur deine, und nicht die von den Fachleuten.
Bitte?
Dass die Sonnenintensität - relevant ist hier die magnetische - über das gesamte Holozän erstaunlich gut mit den Temperaturschwankungen korreliert ist inzwischen recht gut nachgewiesen. Und dass die Sonnenintensität der letzten 70 Jahre das Maximum dieser 10.000 Jahre darstellt auch. Natürlich ist das mit ein paar Unsicherheiten behaften, aber im wesentlichen ist das wohl unstrittig. In sofern ist es nicht besonders verwunderlich, dass in den letzten 70 Jahren die Temperaturen gestiegen sind.

Zitat:
Das ist doch gerade das Problem, dass du zuerst die Sonnenflecken nimmst, und wenn sie dir nicht mehr passen, was anderes nimmst, OBWOHL die Fachleute das eben nicht machen.
Du kamst mit Sonnenflecken, ich sprach von Intensität. "Fachleute" sprechen von "Total Solar Irradiance". Und machen statt der ungenauen Abschätzung über reines Zählen der Sonnenflecken eine Gruppierung der Flecken um historische Beobachtungen mit den modernen Satellitenmessungen zu kalibrieren. So:


Zitat:
Damit sagst du im übrigen auch, dass die Sonnenflecken (und ALLE anderen damit kongruent laufenden Proxys wie C14, Be10 usw.) GENERELL unzuverlässig zum Bewerten der Sonnenaktivität sind, denn wenn sie nach 1960 unzuverlässig sind, warum nicht auch in den Jahrtausenden davor?
Nein. Die korrelieren mit der kosmische Strahlung und die wird durch magnetische Sonnenaktivität abgeschirmt. Offenbar sind es genau diese geladenen Teilchen der kosmischen Strahlung, die das Wetter beeinflussen, wahrscheinlich über vermehrte Wolkenbildung.

Zitat:
Das zusammen mit 'die letzten 3 Jahre waren jeweils das wärmste, bis das nächste kam.'
Der Temperaturanstieg ist nicht strittig. Unklar ist die Frage, zu welchem Grad der CO2-Anteil daran beteiligt ist.

Es kommt recht gut hin, die Erwärmung über Sonnenaktivität zusammen mit den ozeanischen Oszillationen und den vulkanischen Aktivitäten zu erklären. Entsprechend mussten ja auch die Klimamodelle korrigiert werden. Dass das CO2 einen zusätzlichen Anteil an der Erwärmung hat, ist auch klar, aber die Unsicherheiten in den Daten, die ganze Erfassung der Erddurchschnittstemperatur, lassen es nicht zu, den Effekt des CO2 vom Effekt der Sonne zu trennen, da die Anstiege weitgehend parallel stattgefunden haben.

Das wird sich aber in den nächsten Jahren zeigen, denn der kommende Sonnenzyklus wird vrstl sehr schwach werden.

Geändert von pibach (04.10.2017 um 11:22 Uhr)
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