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Alt 04.10.2017, 15:06
BlinderBarmer BlinderBarmer ist offline
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Zitat:
Zitat von Brett13 Beitrag anzeigen
Die Energiedichte ist des Gewichts und des Platzbedarfes wegen immer ein Problem. Die Ladedauer ist da je nach Nutzung eher vernachlässigbar. Um täglich 100 km zur Arbeit und zurückzufahren, wird's auch mit langen Ladezeiten unproblematisch bleiben. Bei langen Strecken halt nicht, da schlägt dann auch noch zusätzlich das Gewichts- und Platzproblem durch die kaum zu steigernde Energiedichte unbarmherzig zu, denn einfach mehrere Akkus einzubauen um die Reichweite zu erhöhen, geht halt nicht.

Im Haus ist es kein Problem entsprechend Platz für ein Akkuschrank zu finden. Das Problem ist der Preis. Hier in Deutschland sind Akkus(chränke) leider immer noch nicht wirtschaftlich zu betreiben und zudem ist der praktische Nutzen eher zweifelhaft. 100% Autarkie erreichste damit nun mal nicht in jeder Jahreszeit. Man wird damit nur ein Stück weit autarker.

Wäre es anders, dann hätten wir so einen Aukkuschrank schon lange im Keller stehen. Ich bis zum letzten Jahr noch keinen Anbieter gefunden, der mir das so schön rechnen konnte, dass ich darauf reingefallen wäre

Die Meisten ignorieren bei ihren Rechnungen schon mal die fällige Umsatzsteuer für jede eigenverbrauchte kW/h und genau dafür sind Akkus da. Den Eigenverbrauchsanteil zu steigern. Da biste pro kW/h Eigenverbrauch mit ca 5 Cent zu zahlende Umsatzsteuer dabei. Wenn du ca 12 Cent fürs Einspeisen kriegst (Wo der dabei entstehende Gewinn auch noch versteuert werden muss) und selbst ca 26 Cent für die kW/h zahlen musst, bleiben keine 10 (eher weniger) Cent pro kW/h Eigenverbrauch, den ein Akkuspeicher zusätzlich ermöglicht übrig, um zu seiner Wirtschaftlichkeit beitragen zu können. Ohne Subventionen, die es noch dafür gibt, wird das mit der Wirtschaftlichkeit immer noch nichts. Selbst mit, funktioniert das immer noch mehr schlecht als recht. Vorgerechnet wird das ganze Zeug, sowohl bei PV-Anlagen, als auch bei Speichern, gern mit jährlichen Strompreissteigerungen von 5%, die aber nun auch nicht wirklich realistisch sind. Wäre dem so gewesen, müsste ich schon mehr als 30 Cent für die kW/h zahlen. Muss ich aber nicht. Real habe ich durch Anbieterwechsel den Strompreis in den letzten 3 Jahren, solange läuft unsere PV-Anlage schon, sogar etwas verringert. Arbeit macht der ganze Kram natürlich auch. Sei es nur bei der jährlichen Steuererklärung. Die aufgewendete Zeit musste dann als Hobby verbuchen.

Nee, als jemand der selbst eine PV-Anlage betreibt und recht regelmäßig nach Speicherlösungen ausschau hält, lass ich mich so schnell nicht davon überzeugen, dass das jetzt schon alles wirtschaftlich ist. Unsubventioniert schon gar nicht.

Welches E-Auto kostet denn gleichviel? Mal ganz von den Subventionen abgesehen, meine ich

Ich kenne sogar einige, die ne Solaranlage (wie wir auch) betreiben und 'nen Teufel tun würden ein E-Auto, wenn sie es denn hätten mit ihrem Solarstrom zu laden. Die kriegen für die eingespeiste kW/h halt mehr Geld als sie die eingekaufte "konventionelle" kW/h kostet. Bis die 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung nicht abgelaufen ist, wird sich bei denen an der Einstellung auch nichts ändern. Selbst ich würde es zumindest nicht aus wirtschaftlichen Gründen machen. Weiß auch gar nicht, was das Finanzamt dazu sagen würde, wenn ich so gut wie gar nichts mehr einspeise, sondern fast nur noch eigenverbrauche? Müsste auch erst mal geklärt werden. Schließlich gilt ein PV-Anlagenbetreiber in Deutschland als Unternehmer. Wenn dann gar keine Gewinnerzielungsabsicht mehr zu erkennen ist, mag es sein, dass die glatt auf den Miesen kommen.

Was in den USA diesbezüglich abgeht, weiß ich nicht. Eine Besispielrechnung dazu würd mich aber trotzdem interessieren.

Hier in Deutschland gibt es ähnliche Angebote, meines Wissens nach sind's ausschließlich Stromanbieter, die solche Modelle anbieten. Nur vermietet man dabei seine Dachfläche gegen eine Gebühr. Gehören tut einem dann nichts. Speicher werden auf die Art meines Wissens nach noch nicht dazu angeboten. Wieso auch? Geht ja um die Einspeisevergütung und die Subventionen und nicht um die Eigenverbrauchsteigerung der Dachflächenbesitzer.

Dass sich diesbezüglich in den kommenden Jahren was zum günstigeren bzw lohnenderen hin ändern wird, das sehe ich auch nicht anders. Subventioniert wird es aber noch lange bleiben. Ab jetzt immer noch 20 Jahre, denn so lange kriegt ein PV-Anlagenbetreiber eine garantierte Einspeisevergütung, die zumindest noch länger höher ist, als der Strompreis für Stromanbieter auf dem freien Markt. Das geht halt nur über Subventionierung, oder meinste, dass das die Stromanbieter selbst tragen?
Hm, du hast schon verstanden, dass mein ganzer Post auf einer weiterhin stark sinkenden Preiskurve beruht, und sich das ganze damit um die nähere Zukunft bezieht.
Wie gesagt, die Frage ist nicht ob, sondern wann, ob 2 oder 5 oder 8 Jahre in die Zukunft.
Das Leute mit ner hohen Einspeisevergütung natürlich keinen Akku brauchen und kein Elektroauto laden, bzw. erst, wenn diese ausläuft, ist doch auch ne Binse, aber es geht doch um die Anlagen die noch gebaut werden, und was in meinetwegen 10 Jahren Standard sein wird.

Ich kann dir nur sagen, wie die Kostendegression aussieht, und das bei gleichbleibender Degression der Akkus in näherer Zukunft Elektroautos billiger sind als 'Normale', dass die Speicher schon jetzt bei 500 Euro/kwh kosten und damit bei 8.000 Zyklen um die 6ct/gespeicherter kwh Hausstrom liegen, und dass schon heute Solarstrom in sonnigen Gegenden für 4ct verkauft wird.

Warum glaubst du denn, dass die Kostendegression nicht weiter gehen wird, exklusiv bei Erneuerbaren Energien und ab sofort?
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