Zitat:
Zitat von pibach
Sicher ist: das Pflanzenwachstum wird durch den gestiegenen CO2-Gehalt (und auch durch die gestiegene Temperatur) stark verbessert.
|
Darüber kann man jetzt aber schon wieder die nächste Diskussion anfangen -
Das ist nämlich eine ganz schön oberflächliche Betrachtung...
Zuallererst mal kommen durch Verschiebungen im Klima mal die gesamten Kreisläufe was Luft- und Meereströmungen angeht durcheinander. Da haben sich jahrtausendelang Mechanismen und Zyklen ausgebildet, auf die sich Flora und Fauna eingestellt haben.
Was es bedeutet, wenn sich da Verschiebungen ergeben, kannst du mit El Nino/La Nina sehr gut nachvollziehen, wobei da ja bisher sogar noch regelmäßige Zyklen dafür gesorgt haben, dass die Natur bisher damit umgehen konnte.
Wenn jetzt aber plötzlich mehrere Dürrejahre aufeinanderfolgen, dürfte das in den betroffenen Gebieten nicht wirklich zu verstärktem Pflanzenwachstum führen, wie du es unterstellt hast. Und auch in den Gebieten, die jetzt plötzlich mehr Wasser abbekommen als gewohnt, führt es nicht wirklich zur Glückseeligkeit, wenn man ständige Überschwemmungen hat.
Und wenn es dann wirklich noch so weit kommen sollte, dass der Golfstrom abreißt (wegen veränderten Temperaturen und veränderten Salzgehalten), dürften wir in Europa hier verhältnismäßig schnell merken, warum wir mit ihm bequemer leben konnten als ohne. Dann werden nämlich riesige Energiemengen nicht mehr von den Tropen nach Norden transportiert und es wird ziemlich ungemütlich - sowohl in den Tropen wegen zu heiß als auch hier wegen zu kalt. Also wenn du dich aufgrund der weltweiten Durchschnittserwärmung jetzt schon jeden Tag unter dem Sonnenschirm am Pool sitzen siehst, könnte die Realität etwas ernüchternd werden.
Das ist nunmal das Blöde an Durchschnitten... Der Durchschnitt zwischen zwei Extremen mag ganz gemütlich klingen - aber wenn es ihn in der Realität kaum noch irgendwo gibt, hilft das nicht viel.